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Bau der Schutzmaßnahmen am Bayernoil-Standort in Vohburg dauert bis Ende des Jahres

Dem Wasser zum Trotz

Vohburg
erstellt am 11.08.2017 um 19:54 Uhr
aktualisiert am 14.08.2017 um 03:33 Uhr | x gelesen
Vohburg (DK) Wer momentan einen Ausflug in das Naherholungsgebiet am Biendlweiher in Vohburg macht, dem sticht eine Baustelle ins Auge: Hier wird am Hochwasserschutz speziell für den Standort Vohburg der Raffinerie Bayernoil gearbeitet.

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Zu diesem Zweck wird seit diesem Jahr der alte Lehmwall abgebaut und durch einen anderen ersetzt. Diese Erneuerung ist an die Hochwasserschutzmaßnahmen der Stadt Vohburg angepasst. Mit der Stadt wurde im Vorfeld auch Organisatorisches, wie die Verkehrsleitplanung, abgesprochen. Der neue Lehmwall soll der Höhe des Vohburger Schöpfdeichs entsprechen. Die Größe orientiert sich an der Flutungshöhe vom Jahrhunderthochwasser. Wo wegen der vorbeilaufenden Schienen und des Radwanderwegs zu wenig Platz für einen reinen Lehmwall ist, wird eine Kombination aus einer Betonstützwand und Lehm errichtet.

"Wir wollen nicht das schwächste Glied in der Kette sein, deswegen rüsten wir auf", sagt Alexander Sarauer. Er ist für die Projektabwicklungen und Dokumentation an den beiden Raffineriestandorten von Bayernoil - in Neustadt und Vohburg - zuständig. Obwohl der Wall nur um wenige Zentimeter aufgestockt wird, ist die Maßnahme entscheidend: "Würde Hochwasser in die Raffinerie eindringen, hätte das erhebliche Folgen für die Raffinerie."

Die Arbeiten speziell am südlichen Wall sollen voraussichtlich im Dezember beendet sein. Der Umbau kann nur in den Sommermonaten stattfinden, denn der Lehm muss bei bestimmten Temperaturen eingebracht werden. Bei zu viel Regen oder im Winter ist das nicht möglich.

Doch nicht nur dort wird für mehr Sicherheit gesorgt: Der Perimeterwall wird seit dem Herbst des vergangenen Jahres nach Aussagen von Sarauer ertüchtigt. Geplant wurde das Projekt schon seit 2012. Das ganze Vorhaben wird mit dem Wasserwirtschaftsamt Ingolstadt abgestimmt. Dazu findet wöchentlich sogar eine Baubesprechung statt. Sarauer erklärt den engen Kontakt: "Würde wegen starker Niederschläge zum Beispiel eine Hochwassergefährdung drohen, müssten wir das wissen. Dann würde der Bau unterbrochen und ein provisorischer Deich errichtet."

Von Laura Schabenberger
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