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Mehr Raum für Radler gefordert

Geisenfeld
erstellt am 12.07.2018 um 17:42 Uhr
aktualisiert am 15.07.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Geisenfeld (GZ) Zu unserem Artikel "Vieles wäre auch mit dem Radl zu erledigen" (GZ vom vergangenen Samstag) hat sich nun Gerda Hetzenecker zu Wort gemeldet.
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Die FW-Stadträtin hatte 2015 die Ausweisung eines Schutzstreifens für Radfahrer auf der Augsburger Straße gefordert - ein Antrag, der dann 2016 von den Behörden abgelehnt wurde. Wegen der vielen Längsparkbuchten sei dies nicht möglich, hieß es damals.

Von den Fachbehörden werde "alles nur aus dem Blickwinkel des Autofahrers gesehen", beklagt die Stadträtin in ihrer Erklärung. Hier müsse endlich ein Umdenken stattfinden. "Es kann nicht sein, dass der ortsansässige Radfahrer bei seinen regelmäßigen Fahrten zur Arbeit oder zum Einkaufen irgendwelche Umfahrungen in Kauf nehmen soll, damit auf der anderen Seiten der bequeme Autofahrer und der tschechische Schwerlastfahrer die Möglichkeit habe, ungehindert und ohne größere Verzögerungen durch Geisenfeld zu kommen. "

Eine Ausschilderung von Ersatzrouten, wie sie Bürgermeister Christian Staudter in dem GZ-Bericht vom Samstag angekündigt hat, bezeichnet Hetzenecker als "einen erster Schritt, aber nicht mehr, da sich der Geisenfelder in seiner Stadt ja doch auskennt".
Nach Ansicht der Stadträtin sollte es "genau umgekehrt" sein. Gerade für den Radverkehr sollte auf den stark befahrenen Straßen mehr Raum geschaffen werden. "Vielleicht überlegt es sich dann ja der eine oder andere Brummifahrer anders, wenn er zwischen Geisenfeldwinden und Stadtplatz im Stop-and-go hinter einem Radler herfahren muss. "
Wenn es schon auf der Bundesstraße 300 angeblich nicht möglich sei, Schutzbereiche für Radfahrer zu schaffen, "dann sollte zumindest auf den Kreisstraßen und innerörtlichen Straßen geprüft werden, welche Möglichkeiten es gibt, um den Radfahrer zu bevorzugen". Ob Überquerungshilfen, farbliche Absetzung oder andere Möglichkeiten - "alles sollte auf den Prüfstand". Leider, so Hetzenecker abschließend, sei Deutschland "immer noch Autofahrer-Land - wobei jetzt einige Städte doch langsam neue Wege gehen. Wir sollten uns die Niederlande zum Vorbild nehmen und endlich etwas unternehmen. "
 
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