Samstag, 26. Mai 2018
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Die Scheyrer Künstlerin Margit Grüner stellt in Höchstädt aus

Unterwegs mit dem Kini

Scheyern
erstellt am 17.05.2018 um 18:34 Uhr
aktualisiert am 20.05.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Scheyern/Schrobenhausen (PK) Zwei Künstler aus der Region reisen in diesen Tagen ins schwäbische Höchstädt: Margit Grüner aus Scheyern und Richard Gruber aus Schrobenhausen.
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Margit Grüner und ihr Kini. Die Künstlerin aus Scheyern stellt ihre Mosaikfiguren ab heute auf Schloss Höchstädt aus. Mit im Gepäck hat sie dabei nicht nur den Märchenkönig ? sondern auch einige Königinnen bayerischer Produkte.
Margit Grüner und ihr Kini. Die Künstlerin aus Scheyern stellt ihre Mosaikfiguren ab heute auf Schloss Höchstädt aus. Mit im Gepäck hat sie dabei nicht nur den Märchenkönig ? sondern auch einige Königinnen bayerischer Produkte.
Foto: privat
Scheyern
Sie werden dort eine spannende Ausstellung eröffnen, die gut zu "100 Jahre Freistaat Bayern passt". Sie dreht sich um den "Kini", um Ludwig II. , und viele, viele Königinnen.

Seit 2016 arbeitet die Künstlerin Margit Grüner an neuen Frauenfiguren. Sie macht das, indem sie dreidimensionale Mosaike kreiert. Sie stellt dabei nicht das erste Mal in Höchstädt aus; 2012 zeigte sie 35 andere Mosaikfiguren im Schloss Höchstädt an der Donau - mit gutem Grund, dort ist auch das Museum Deutscher Fayencen beheimatet. Ein spannendes Zusammenspiel der ansprechend präsentierten, hochwertigen Exponate des Museums und Margit Grüners prächtigen Figuren.

Jetzt zeigt die in Lauingen geborene Künstlerin für zwei Monate in Höchstädt ihr neues Projekt und lässt die dortige Schlosskapelle in königlichem Glanze erstrahlen. Margit Grüner stellt König Ludwig II. in den Mittelpunkt. Orientierungshilfe waren weltbekannte Porträts als prunkvolle Erscheinung mit Hermelinmantel. Ironisierend, gleichzeitig charakteristisch und ästhetisch hat sie den Märchenkönig ganz in Mosaik verwirklicht.

Bei näherer Betrachtung entdeckt man einige für die Künstlerin typische ironische Anspielungen. Beispielsweise ist der Hermelinmantel aus zahlreichen weißen Scherben zusammengefügt, für die etliche Porzellanschwäne ihr Leben lassen mussten.

Das weltweite Interesse an Ludwig II. ist ungebrochen. Sein romantisiertes Leben, der mysteriöse Tod und die Königsschlösser als Erbe regen immer wieder zur künstlerischen Interpretation an. Grüner setzt das Königsklischee in der für sie typischen Art meisterhaft und zeitgemäß um. Der Märchenkönig wird im Zentrum von einigen Damen stehen.

Umgeben ist Ludwig von Königinnen typisch bayerischer Produkte. So wird er umrahmt von Hopfen-, Bier-, Spargel- und Kartoffelkönigin, Erdbeer-, Zwiebel-, Wein- und Rosenkönigin, und ein paar fesche bayerische Weibsbilder sind auch mit dabei. Fantasievoll, mit gekonnter Technik und Gefühl für Form und Farbe setzt Grüner die einzelnen Charaktere in Szene. Auch hier ist immer ein Schuss Ironie im Spiel. Die Ausstellung ist von morgen bis zum 15. Juli in der Schlosskapelle im Schloss Höchstädt/Donau zu besichtigen. Die Kunstwerke können täglich, außer montags (ausgenommen Feiertage) von 9 bis 18 Uhr besichtigt werden. Der Eintritt für diese Ausstellung ist frei.

Die Ausstellungseröffnung findet heute Abend um 19 Uhr statt. Die Laudatio wird der Schrobenhausener Kunstpreisträger Richard Gruber, seinerseits selbst ein figürlicher Bildhauer, halten.
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