Montag, 25. Juni 2018
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Bürgerring feiert 20-Jähriges mit Modenschau, Blasmusik und vielen Worten des Lobs

Unbändige Kraft für das Miteinander

Geisenfeld
erstellt am 11.06.2018 um 12:09 Uhr
aktualisiert am 15.06.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Geisenfeld (GZ) Bei herrlichem Sonnenschein hat der Bürgerring am Sonntag sein 20-jähriges Bestehen mit Hunderten Gästen gefeiert. Höhepunkt war eine bunte Modenschau, mit der Vielfalt des Shop-Angebotes demonstriert wurde.
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Die Modenschau war der optische Höhepunkt der 20-Jahr-Feier des Bürgerrings ? wobei die beiden Clowns bewusst keinen Wert auf Eleganz legten.
Die Modenschau war der optische Höhepunkt der 20-Jahrfeier des Bürgerrings - wobei die beiden Clowns bewusst keinen Wert auf Eleganz legten.
Zurek
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Schon am Vormittag waren die Bierbänke unter den Schatten spendenden Partyzelten gut belegt. Nicht unbemerkt blieben die üppigen Rosenrabatte, die dekorierten Schaufenster des Shops und das gepflegte Ambiente von Gebäude und Anlage an der Augsburger Straße - alles in Eigenregie und in vielen ehrenamtlich geleisteten Stunden verwirklicht, wie der Vorsitzende Günter Reith betonte.
Die Stadtkapelle unterhielt die Gäste.
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Die Geburtstagsgäste - neben den Gastrednern auch Vertreter der Geistlichkeit - genossen zu den Klängen der Stadtkapelle beim Frühschoppen die bayerischen Schmankerl, die von den Feuerwehren serviert wurden, oder einen Ratsch bei Kaffee und Kuchen.
 
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Allerorten sah man Vertreter der Vereine als "Servicepersonal" agieren. "Ganz gleich, wen ich um Hilfe gebeten habe, sofort war die Zusage da", freute sich Reith über diese Form des Dankes. Diese kommt nicht von ungefähr, flossen aus der Bürgerringkasse in den vergangenen 20 Jahren doch über 600000 Euro unter anderem in die Unterstützung der Vereine (gesonderter Bericht folgt).
 
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Bis nach Berlin ist diese Kunde schon gedrungen - dank Ex-Ministerpräsident und jetzigem Innenminister Horst Seehofer (CSU), der den Shop bei früherer Gelegenheit persönlich erkundet hatte. So durften sich die Helfer über ein Schreiben freuen, in dem Seehofer ihnen von ganzem Herzen für ihr großes Engagement mit Vorbildcharakter dankt. Unter dem Motto "Miteinander füreinander" agierten sie mit viel Herzblut und einer pfiffigen Idee zum Wohle der Gemeinschaft, weshalb sie ganz zu Recht an diesem Tag einmal selber im Mittepunkt stünden, so Seehofer.
 
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Als Mitglied des Bundestages schloss sich Erich Irlstorfer (CSU) dem Lob an. Trotz seines vollen Terminkalenders sei es ihm "aus Respekt" wichtig gewesen, vorbeizuschauen. Denn was hier über zwei Jahrzehnte an unbändiger Kraft in das Miteinander geflossen ist, sei wohl im ganzen Freistaat einmalig.
 
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Landrat Martin Wolf (CSU) hob die wachsende soziale Bedeutung des Bürgerrings, der mit seinem besonderen Konzept "richtig und beispielhaft unterwegs" sei, als Säule des Zusammenlebens hervor. Dass in Geisenfeld schon der Nachwuchs solches Engagement als "ganz normale Einrichtung" erlebe, wertete er als vorbildlich. Denn für Probleme jeder Art gelte: "Alles was wir selber lösen können, ist besser als jede gesetzliche Regelung."
 
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Bürgermeister Christian Staudter von den Unabhängigen Sozialen Bürgern sah in den vielen Besuchern ein Zeichen der Anerkennung für einen Verein, dessen Erfolg auf der Basis "selbstloser Mitarbeiter" ruhe, die sich nichts aus der Vereinskasse gönnen - nicht einmal ein Mittagessen einmal im Jahr. Diese Einstellung erntete spontanen Applaus. Als Riesenglücksfall bezeichnete er die geschäftsführende Vorsitzende Mariele Stark, von deren Fachkompetenz der Verein profitiere. Als Motor mit besten Beziehungen nicht nur zum Ex-Ministerpräsidenten dürfe der Vorsitzende Günter Reith gelten, dem man nur schwer einen Wunsch abschlagen könne. Würde er als Bürgermeister den Bürgerring nicht nach Kräften unterstützen, wäre er "der dümmste in der Region", so Staudter. Schließlich fördere dieser nicht nur Vereine und Kultur aus seinen Erlösen sondern sorge für "einen Notgroschen", über den die Stadt verfügen kann, wenn es etwa gelte Obdachlosigkeit abzuwenden. Als Vergelt's Gott gab es ein weitreichendes Versprechen: Sollte die Gemeinde je das jetzige Gelände überplanen, werde das "Warenhaus" mit dem unerschöpflichen Sortiment hier immer seinen Platz behalten.

In die Reihe der Gratulanten fügte sich etwas verspätet auch der Landtagsabgeordnete Karl Straub (CSU) ein, gerade als man zu Ehren der "Gründungsväter und -mütter" die Bayernhymne anstimmte. Die bereits bei der Jahreshauptversammlung Ausgezeichneten erhielten eine Ehrennadel mit dem Motiv des Bundestagsgebäudes, Reith bekam überdies einen Satz edler Manschettenknöpfe.

Zum Höhepunkt des Tages geriet die Modenschau moderiert von Eberhard Holberg, einem Rheinländer und Tennisfreund des Vorsitzenden. Die Zuschauer staunten nicht schlecht, was es bei dieser Institution zum Preis "einer halben Bier" für schicke und zugleich hochwertige Stücke zu erwerben gibt. Die ehrenamtlichen Models - darunter Jugendliche des TriTeams - präsentierten vom sommerlich luftigen Cocktailkleid über bequeme Outdoor- und Sportkombinationen bis hin zu Trachten und Abendkleidern ein buntes Spektrum trendiger Mode. Wenig Sinn für Eleganz zeigten lediglich die beiden Clowns, die sich - sehr zur Freude des Publikums - ein wenig eigenwillig aus dem Fundus der "Kollektion Bürgerring" bedient hatten.
Maggie Zurek
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