Donnerstag, 13. Dezember 2018
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Helmut Hofer und Peter Pflieger vereidigt - Dank und Anregungen der ausgeschiedenen Vorgänger

Stühlerücken im Stadtrat

Geisenfeld
erstellt am 12.10.2018 um 18:07 Uhr
aktualisiert am 17.10.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Geisenfeld (GZ) Einen erfolgreicher Stabwechsel hat der Geisenfelder Stadtrat in seiner öffentlichen Sitzung am Donnerstagabend erlebt. Nachdem Manfred Meixensberger und Josef Rockermeier ihre Plätze geräumt hatten, wurden Peter Pflieger und Helmut Hofer vereidigt. Die beiden nahmen auch gleich deren Plätze im Gremium ein.
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Lediglich bei den Schlussworten "so wahr mir Gott helfe" unterscheiden sich Eid und Gelöbnis, mit denen neue Stadträte in ihr verantwortungsvolles Amt eingeführt werden. Helmut Hofer von der Christlichen Demokraten Geisenfeld (CDG) entschied sich für den Eid - und damit für die gläubige Variante. Peter Pflieger von der Initiative Lebendiges Miteinander (ILM) gab dem religionslosen Gelöbnis den Vorzug. Beide erhielten von Bürgermeister Christian Staudter von den Unabhängigen Sozialen Bürgern (USB) anschließend gleich noch eine dicke Arbeitsmappe - und dann ging es auch schon los für die beiden mit der ersten Arbeitssitzung ihrer lokalpolitischen Laufbahn.

Die personelle Rotation hielt sich bei beiden Fraktionen in Grenzen. Hofer wie Pflieger sitzen künftig in genau denselben Ausschüssen wie ihre Vorgänger. Also Pflieger für die ILM als Mitglied im Feldwegeausschuss und im Kulturausschuss sowie als Stellvertreter im Bauausschuss, im Volksfestausschuss und im Wasserzweckverband Ilmtalgruppe. Zudem ist er Referent für Integration und Inklusion. Hofer hingegen sitzt ab sofort fix im Bauausschuss und im Feldwegeausschuss sowie als Stellvertreter im Finanzausschuss, im Rechnungsprüfungsausschuss und der Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft. Zudem ist Hofer ab sofort auch stellvertretender Fraktionssprecher der CDG. "Es bleibt also alles genau wie bisher - nur mit zwei neuen Namen", fasste Bürgermeister Staudter die personellen Rochaden zusammen.

Zuvor hatte das Stadtoberhaupt bereits den zwei Vorgängern seinen ausdrücklichen Dank ausgesprochen. Im Fall von Manfred Meixensberger muss er das noch persönlich nachholen. Der "Ausscheider" fehlte nämlich am Donnerstag aus privaten Gründen. Dennoch nahm sich Staudter die Zeit, Meixensbergers Abschiedsworte zu verlesen, die ihm dieser vorab per E-Mail zugeschickt hatte. Der Ex-Stadtrat wies darin vor allem auf die dringend benötigte Umgehungsstraße hin, für die er in den vergangenen zehn Jahren intensiv gekämpft hatte. "Der Verkehrsinfarkt lässt in Geisenfeld nicht mehr lange auf sich warten", warnte Meixensberger, der seit 2014 für die ILM im Stadtrat saß. Er formulierte auch, dass er sich weitere Ausweisungen von Wohnland wünsche, damit es sich Familien leisten könnten, sich in Geisenfeld niederzulassen. Und auch das Thema Asyl sprach er an: mit einem Dank an die ehrenamtlichen Helfer und der Hoffnung, dass die Lösungssuche in dieser Frage weiter auf Werten wie Respekt, Toleranz und Menschlichkeit fuße. Der ILM wünschte er weiter viel Erfolg - und bezeichnete seinen Nachfolger Peter Pflieger als "Bereicherung für das Gremium".
Im Sinne der Stadt und ihrer Bürger treffen ab sofort die neuen Geisenfelder Stadträte Peter Pflieger (oben, von rechts) und Helmut Hofer ihre Entscheidungen. Vor deren Vereidigung und der Übergabe dicker Arbeitsmappen verabschiedete Bürgermeister Christian Staudter (unteres Bild, von links) den ausgeschiedenen Josef Rockermeier. Manfred Meixensberger konnte nicht dabei sein.
Im Sinne der Stadt und ihrer Bürger treffen ab sofort die neuen Geisenfelder Stadträte Peter Pflieger (oben, von rechts) und Helmut Hofer ihre Entscheidungen. Vor deren Vereidigung und der Übergabe dicker Arbeitsmappen verabschiedete Bürgermeister Christian Staudter (unteres Bild, von links) den ausgeschiedenen Josef Rockermeier. Manfred Meixensberger konnte nicht dabei sein.
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Josef Rockermeier saß seit 2008 für die CDG im Stadtrat und legte dieses Amt in der vergangenen Sitzung aus gesundheitlichen Gründen nieder. "Wir bedauern das", meinte Bürgermeister Staudter. "Und wir danken, für die immer konstruktive und engagierte Mitarbeit." Rockermeier nahm sowohl die gerahmte Ehrenurkunde als auch den Geisenfelder Löwen, eine Ehrenstatue, gerne aus Staudters Händen entgegen - und er verfolgte die gesamte Sitzung von den Besucherplätzen aus.

Dass er vom Bürgermeister bei seinem Abschied noch einmal um eine kurze Ansprache gebeten wurde, überraschte ihn jedoch sichtlich. "Ich habe jetzt keine Rede vorbereitet", meinte Rockermeier. Verlegen um ein paar nette Worte in Richtung aller Fraktionen war er aber nicht. "Ich bedanke mich bei euch allen für die Zusammenarbeit", meinte er. Er werde natürlich weiter gespannt verfolgen, was die Lokalpolitik für die Stadt in Zukunft mit sich bringe. "Und ich wünsche allen, vor allem aber natürlich den beiden Neulingen, sehr viel Glück bei all ihren Entscheidungen, die in nächster Zeit hier im Stadtrat zu treffen sind."
 

Aus dem Geisenfelder Stadtrat

So findet der Lichtmessmarkt am 3. Februar, der Pfingstmarkt am 10. Juni, der Michaelimarkt am 22. September und der Martinimarkt am 17. November statt. "Das sind die klassischen Termine", meinte Bürgermeister Christian Staudter (USB). Marktreferentin Edith Schultz (CSU) regte an, in Gesprächsrunden mit der Stadtverwaltung das Programm der schwächer besuchten Märkte im Juni und September zu analysieren und aufzuzupeppen. Staudter hätte hier lieber die Gewerbetreibenden in die Pflicht genommen. Beide Wege sollen nun beschritten werden.

Das Geisenfelder Bürgerfest 2019 findet am 29. und 30. Juni statt. Eintritt wird nicht verlangt. Als Budget genehmigte der Stadtrat 30000 Euro plus sämtliche Zusatzkosten, die durch den Einsatz von Bauhofmitarbeitern anfallen.

Die Freiwillige Feuerwehr Nötting bekommt ihr lange erhofftes Feuerwehrauto. Der Stadtrat beschloss einstimmig, ein Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) zu erwerben. Es wird bei der Furtner&AmmerKG in Landau bestellt. Die Kosten liegen für das Fahrzeug bei knapp 29000 Euro, für den Aufbau bei fast 35500 Euro. Nachdem die Nöttinger noch einmal bei ortsansässigen Firmen zwecks finanzieller Beteiligung nachgehakt haben, steht die Finanzierung so gut wie komplett. Ortssprecher Robert Meier bedankte sich beim Gremium für das Ja und damit einen "denkwürdigen Tag für Nötting". Lediglich 4400 Euro würden noch fehlen, die aber "über den Ertrag der PV-Anlage in zwei Jahren" refinanziert sein sollten.

Am landkreisweiten Leader-Projekt "Radoffensive" beteiligt sich die Stadt Geisenfeld mit voraussichtlich rund 30500 Euro. Der Stadtrat segnete dies einhellig ab. Damit werden unter anderem Radwege mit einer Länge von 115 Kilometern auf Geisenfelder Flur auf Vordermann gebracht und ordentlich beschildert. Wer sich die Pläne anschauen möchte, hat beim Geisenfelder Bürgerservice jederzeit die Gelegenheit dazu.

Die Sanierung der Straße "Alter Dentwagen" in Nötting wird nun doch von einer anderen Firma als bislang gedacht vorgenommen. Die Firma Schelle mit Sitz in Pfaffenhofen musste vom Auftrag entbunden werden, weil die Traunsteiner Firma Swietelsky die Arbeiten nun doch noch heuer über die Bühne bringen kann - und ursprünglich ein um 190 Euro günstigeres Angebot abgegeben hatte. Die Auftragssumme liegt bei rund 46300 Euro. Der Beschluss erfolgte einstimmig.

Das kleine Unterpindharter Baugebiet "Am Lustfeld II" ist endlich fertig. Das überschaubare Areal am Ortsausgang mit insgesamt elf Parzellen, von denen die mittleren beiden von einem Erschließungsring umschlossen sind, sowie einem direkt angrenzenden Regenrückhaltebecken musste mehrmals überplant werden, ehe die jetzige Fassung die Zustimmung aller Räte und Fachbehörden fand. Einstimmig hat der Stadtrat jetzt die Planung als Satzung beschlossen. Es war der finale Schritt der Baulandausweisung. Mit der Erschließung wurde ebenfalls einhellig die Schelle GmbH aus Pfaffenhofen beauftragt - und zwar für die doch recht stolze Summe von fast 853000 Euro. pat

Patrick Ermert
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