Mittwoch, 14. November 2018
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Abschied von Inge Stadler: Weggefährten würdigen ehemalige Zweite Bürgermeisterin bei Trauerfeier

"Sie folgt jetzt auch dem Brandner Kaspar"

Pfaffenhofen
erstellt am 08.11.2018 um 01:12 Uhr
aktualisiert am 11.11.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Pfaffenhofen (PK) Mit einer Trauerfeier in der Stadtpfarrkirche hat Pfaffenhofen Abschied von der früheren Zweiten Bürgermeisterin Inge Stadler genommen. Mehrere Hundert Menschen kamen dort gestern zusammen, um Stadler die letzte Ehre zu erweisen.
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Nach einer Trauerfeier in der Stadtpfarrkirche, bei der sich Angehörige und Weggefährten von Inge Stadler verabschiedeten (unten links), wurde die Urne der ehemaligen Zweiten Bürgermeisterin auf dem Friedhof beigesetzt.
Nach einer Trauerfeier in der Stadtpfarrkirche, bei der sich Angehörige und Weggefährten von Inge Stadler verabschiedeten (unten links), wurde die Urne der ehemaligen Zweiten Bürgermeisterin auf dem Friedhof beigesetzt.
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Bürgermeister Thomas Herker (SPD) würdigte die ehemalige CSU-Kommunalpolitikerin, die am 29. Oktober im Alter von 71 Jahren nach schwerer Krankheit verstorben war, als streitbare Persönlichkeit, die mit ihrem gesellschaftlichen Engagement viel erreicht habe. Er erinnerte insbesondere an ihren Einsatz für den Bau des Kindergartens in Niederscheyern, den Stadler in intensiven Auseinandersetzungen gegen viele Widerstände durchgesetzt habe.
 
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Landrat Martin Wolf (CSU) bezeichnete die Verstorbene als "starke und geradlinige Persönlichkeit", die das öffentliche Leben im Landkreis mit ihren vielfältigen ehrenamtlichen Tätigkeiten lange mitgeprägt habe. Den Einsatz Stadlers für die CSU lobte der Pfaffenhofener Ortsvorsitzende Christian Moser. Vor allem für die Frauen in der Partei habe Stadler als Gründungsmitglied und langjährige stellvertretende Ortsvorsitzende der Frauen-Union eine Vorreiterrolle eingenommen. Zudem habe Stadler als erste Frau ein Bürgermeisteramt in der Kreisstadt übernommen.
 
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Der frühere CSU-Stadtratsfraktionsvorsitzende Theo Abenstein würdigte Stadler in einer bewegenden Rede, in der er sichtlich mit den Tränen kämpfte, im Namen des Pfaffenhofener Theaterspielkreises und erinnerte an die Inszenierung des "Brandner Kaspars" bei den diesjährigen Paradiesspielen. "Aktiv sein war ein wesentliches Merkmal ihres Lebens", sagte Abenstein. Bei der Inszenierung habe Stadler trotz ihrer Krankheit noch mit ihrer Tochter und ihrer Enkelin auf der Bühne gestanden. "Der letzte Applaus ist nun verhallt", sagte Abenstein. Und Herker erklärte: "Sie folgt jetzt auch dem Brandner Kaspar."

Nach der Gedenkveranstaltung wurde Stadlers Urne auf dem Friedhof an der Ingolstädter Straße beigesetzt. Die Unternehmerin und leidenschaftliche Theaterschauspielerin saß 15 Jahre lang für die CSU im Stadtrat. 1996 wurde Inge Stadler, geborene Simet, Zweite Bürgermeisterin Pfaffenhofens. Das Amt hatte sie bis 2002 inne. Im gleichen Zeitraum war sie auch Mitglied des Kreistags. Stadler hinterlässt zwei Töchter, einen Sohn und fünf Enkelkinder.
Daniel Wenisch
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