Freitag, 14. Dezember 2018
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Begabtenkreis des Gymnasiums besucht Firma Yaskawa in Allershausen

Schüler treffen Roboter

Pfaffenhofen
erstellt am 12.10.2018 um 12:15 Uhr
aktualisiert am 17.10.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Pfaffenhofen (PK) Auch Industrieroboter müssen die Schulbank drücken, bevor sie ins Berufsleben starten! Dies erfuhr der Begabtenkreis des Schyren-Gymnasiums bei einem Besuch der Firma Yaskawa in Allershausen.
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Yaskawa-Mitarbeiter Josef Niedermeier erklärte den Gymnasiasten einen Industrieroboter.
Yaskawa-Mitarbeiter Josef Niedermeier erklärte den Gymnasiasten einen Industrieroboter.
Wörmann
Pfaffenhofen
"Wenn der Roboter aus Japan bei uns ankommt, kann er gar nichts. Bei uns erhält er sein Gehirn, seine Hände und Finger - alles, was er im Industrieeinsatz benötigt", erklärt Ingenieur Josef Niedermeier. Er arbeitet in der europäischen Roboter-Zentrale des Unternehmens. Hier werden die Maschinen programmiert und mit den notwendigen Werkzeugen ausgestattet, mit Schweißtechnik etwa oder Saugern zum Eiersortieren. Von Schülern gefragt, ob Roboter zur Vernichtung von Arbeitsplätzen beitragen, sagt Niedermeier: "Wir schaffen neue, andere Tätigkeiten." Das stimmt nachdenklich. Andererseits: "Wo Roboter im Einsatz sind, will heute kein Mensch mehr arbeiten. Sie bewegen schwere Lasten in gefährlichen Umgebungen, egal, wie eng, dreckig oder heiß es ist."

Einen Begabtenkreis gibt es am Schyren-Gymnasium seit drei Jahren. "Wir wollen hervorragende Leistungen der Schüler honorieren, ein Forum für Gleichgesinnte schaffen und Kontakte zu externen Partnern vermitteln", sagt Lehrerin Annette Wörmann. Für ihre 27 Schützlinge organisiert sie Expertenvorträge, unterstützt die Teilnahme an Wettbewerben und Ferienakademien. Noch im Oktober werden sie im DNA-Labor des Deutschen Museum genetische Fingerabdrücke vergleichen.

Das Unternehmen Yaskawa ist übrigens ständig auf der Suche nach Praktikanten, Bachelor- und Master-Studenten oder Doktoranden. Gut möglich also, dass das Interesse einer Schülerin an Robotern geweckt wurde und sie in ein paar Jahren in diesem Bereich tätig sein wird. Es bleibt zu hoffen, dass dann noch Roboter von Menschen programmiert werden. Und nicht umgekehrt.

Roland Scheerer
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