Sonntag, 20. Januar 2019
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Doch Schäffler und Musikanten halten auch am zweiten Tanztag mit Dauerregen wacker durch

Kurz sogar an Abbruch gedacht

Geisenfeld
erstellt am 14.01.2019 um 15:38 Uhr
aktualisiert am 17.01.2019 um 03:33 Uhr | x gelesen
Geisenfeld (kog) Regen, Regen, Regen. - Seit 21 Jahren ist Georg Dellermann Hauptleiter des Geisenfelder Schäfflertanzes, doch so einen verregneten Auftakt der Tanzsaison hat er "noch nicht erlebt". Wie schon zur Premiere am Dreikönigstag mussten die Aktiven auch am Sonntag bei richtigem Mistwetter ran, und allen - den Tänzern und den Musikern - gilt Dellermanns Hochachtung, "dass sie so toll durchgehalten haben".
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Zum ersten Mal auf Ortsteil-Tournee sind die Geisenfelder Schäffler am Samstag gewesen ? bei noch passablem Wetter. Hier tanzen sie vor der Kapelle in Gaden.
Zum ersten Mal auf Ortsteil-Tournee sind die Geisenfelder Schäffler am Samstag gewesen - bei noch passablem Wetter. Hier tanzen sie vor der Kapelle in Gaden.
Zablowsky
Geisenfeld
Zum Glück, so erzählt der Hauptleiter, ist seines Wissens auch noch niemand erkrankt. Was wohl darauf zurückzuführen sei, "dass alle Beteiligten doch sehr viel in Bewegung sind, was eine Auskühlung verhindert". Zur Truppe gestoßen ist an diesem Wochenende Dominik Kis. Der zweite Reifenschwinger neben Karl Steinberger junior war am Dreikönigstag noch mit Grippe im Bett gelegen. Ganz fit sei er zwar noch nicht, ließ er am Sonntag wissen, "aber sobald es irgendwie geht, will ich er natürlich dabei sein". Und so durfte Kis am Samstag, als es für die Schäffler raus in die Ortsteile ging, zum erstem Mal sein Können zeigen. "Und er hat seinen Feuertaufe mit Bravour bestanden", sagt Dellermann anerkennend.

Während am Samstag das Wetter ganz passabel war, dachte Dellermann am Sonntagnachmittag sogar kurzfristig an einen Abbruch - weil es stundenlang in Strömen schüttete und im Sinne der Gesundheit aller Beteiligten. Dass der Hauptleiter diesen Gedanken wieder verwarf, liegt in erster Linie daran, "dass wir den Tanzbestellern keinerlei Ersatztermin anbieten könnten - wir sind einfach komplett ausgebucht". Und auch von den Aktiven selbst seien am Sonntag keine Signale gekommen, dass sie nicht mehr weitermachen wollen.

Lustige Reime des Schäffler-Kasperls

  • Über das Ehepaar Kuffer aus Holzleiten: "Für den Landfrauenurlaub hat die Kuffer Resi ihren Erich verlassen. Und sagt zu eam, er soll auf die Blumen aufpassen. Der Erich war dann ganz dienstbeflissen und jeden Tag beim Blumengießen. Und weil er's gut meint mit der Pflanzenpracht, wird jeder Blumentopf mit Wasser voll g'macht. Doch oans war dann besonders schee: Fleißig gegossen wurde auch die Plastikorchidee."
 
  • Über Birgit Winkler aus Unterpindhart: "Die Winkler Birgit, so foit ma ei, is Sekretärin bei der Geisenfelder Polizei. Und wie sie dann amoi Feierabend ghabt hot, fahrts mit a Freundin zum Shopping nach Ingolstodt. Am nächsten Morgen sagt di Birgit: Ja do varreck - unser Auto is gstohlen, des is weg. Mia deffa itz koa Zeit verliern und müssen glei die Polizei informieren. Mensch, sagt ihr Mo, denk doch moi nach: War denn der Abend gestern gar so gach? Du hast de doch, i konns kaum fassen, von deiner Freundin hoamfahrn lassen! Und 's Auto stand auf alle Fälle wohlbehalten in der Geisenfelder Polizeidienststelle."
 
  • Über den TV-Vorsitzenden Harry Bruckmeier: "Da Harry unser TV Präsident, war erst im Supermarkt, dort drent. Und kauft sich für sei Abendmahl an guten Kas vom Emmental. Doch beim Brotzeitmacha trifft ihn fast der Schlag: Wia i no sowas bloß kaffa mag! Warum schmeckt denn der denn gar so rass? - um Himmels Willen, des is a FC-Bayern-Kas! Als eingefleischter Clubberer geht des ja nia: I schmeiß den Kas glei vor de Tür! Doch nach kurzem Besinnen denkt da Harry, da goate Mo, dass ma den Kas fürn Club vielleicht doch braucha ko. Weil's an Kas, es is zum Plärrn, in letzter Zeit scho zsammspuiln dean."
 
  • Über Liese Kollmuß aus Geisenfeld: "Die Kollmuß Liese mist dahoam aus, und tragt vom Christoph alte Turnschuhe zum Container naus. Dort trifft sie einen ihr nicht bekannten, etwas dunkleren Asylanten. Di Liesl, die erfasst des glei und gibt ihm de Schuh: Da schlupftst dann nei! - Als der Asylant die Schuhe genommen hat, freut sich das Lieserl über ihre gute Tat. Doch kurz darauf war es da Foi, dass sie trifft den Schuhempfänger ein zweites Moi. Und sie fragt ihn, wia mir berichtet wordn is, ob mit de Schuah noch alles in Ordnung is. Drauf antwortet der dunkelhäutige Mann sehr fein: Gnä`Frau, ich schließ sie in mein Abendgebet mit ein. Denn Grund für den christlichen Dank hams ma dann aa vorron: Der Asylant war in Wirklichkeit da Pfarrer vo Ernsgodn."
 
  • Über Ralf Maul aus Geisenfeld: "Ganz Deutschland bestaunt in der Silvesternacht die farbenfrohe Feuerwerkspracht. Nur der Maul Ralf und seine Diana mögens ned so bunt, de vestecken se lieber im Keller drunt. I hob mi da scho wirklich g`fragt: Keller-Liebesspiele in der Silvesternacht? Doch des seltsame Ritual, des hat an ganz an anderen Grund: Des liegt nur an ihre ängstlichen Schäferhund." GZ
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