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Groß angelegte Übung der Feuerwehr Rockolding stößt auch bei den Zuschauern auf reges Interesse

24 Stunden löschen, retten, helfen

Rockolding
erstellt am 25.07.2017 um 18:14 Uhr
aktualisiert am 29.07.2017 um 03:33 Uhr | x gelesen
Rockolding (GZ) Einen 24-Stunden-Tag hat die Feuerwehr Rockolding abgehalten. Rund um die Uhr standen dabei für den Nachwuchs Übungen an - zu Bränden, Verkehrsunfällen und Personensuchen. Auch die Jugendwehren aus Vohburg, Irsching, Ilmendorf und Ernsgaden waren mit Feuereifer dabei.
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Rockolding: 24 Stunden löschen, retten, helfen
Alle im Einsatz: Bei der Übung der Feuerwehren wurden nicht nur Brände und Verkehrsunfälle simuliert, sondern auch die Versorgung von verletzten Personen. - Foto: Lamprecht
Rockolding

Um kurz nach 18 Uhr trifft ein Notruf in der Leitstelle ein: Im Vereinsheim in Rockolding brennt es. Eine Rauchsäule steht über dem Gebäude. Ob sich noch Personen darin befinden, ist unbekannt, aber wahrscheinlich.

Kaum ist der Anruf beendet, ertönt auch schon die Sirene der Feuerwehr Rockolding. Beim dritten Heulen sind die ersten Feuerwehrleute am Gebäude. Wenig später fährt das Fahrzeug Richtung Vereinsheim ab. Dort springen die Mitglieder der Feuerwehr aus dem Auto. Die Gruppenführerin verschafft sich ein Bild und teilt ihre Mannschaft ein.

Soweit alles normal, wären nicht ausschließlich Jugendliche vor Ort, die sich jetzt daran machen, den fiktiven Brand zu löschen und die als Verletzte geschminkten Freiwilligen zu suchen, zu bergen und zu versorgen.

"Der 24-Stunden-Tag ist für unsere Jungfeuerwehrler immer eine super Gelegenheit zu üben und zu zeigen, was sie können", sagt Markus Prummer, Jugendwart und Organisator des Tages, an dem in diesem Jahr auch die Jugendlichen der Wehren aus Vohburg, Irsching, Ilmendorf und Ernsgaden teilnahmen.

Außerdem, so betont er, sei so eine Übung auch der ideale Rahmen, um der Bevölkerung den Wert der Feuerwehr zu vermitteln. "Bei einem echten Einsatz können wir Schaulustige nicht wirklich brauchen", sagte Georg Wein, Kommandant der Rockoldinger Wehr, der die erste der beiden Großübungen im Rahmen des 24-Stunden-Tages moderierte. Entsprechend erfreut zeigten sich die Jugendlichen, aber auch die Erwachsenen Feuerwehrleute, die sie betreuten, dass zur Großübung am Vereinsheim zahlreiche Zuschauer gekommen waren - unter ihnen auch die Bürgermeister der beteiligten Gemeinden Vohburg, Ernsgaden und Geisenfeld.

Und auch diese waren beeindruckt von dem, was die Jugendlichen zeigten: "Der Wert unserer Feuerwehren ist herausragend und ihr seid die Zukunft dieser Feuerwehren. Deshalb macht weiter, denn ihr leistet alle Großartiges!", ermunterte Vohburgs Bürgermeister Martin Schmid die Jugendlichen auch im Namen seiner Kollegen aus den Nachbargemeinden. Ein Sachverhalt, den auch Prummer kurz nach der ersten Übung des Tages auf den Punkt brachte: "Was hilft die beste Ausrüstung, das neueste Fahrzeug, wenn keiner da ist, um sie zu bedienen"

Zumindest über diesen Punkt braucht man sich in den beteiligten Ortsteilwehren keine Sorgen zu machen: 70 Jugendliche waren in Summe an der Übung beteiligt und sie leisteten Großartiges. Die ganze Nacht über gingen nämlich immer wieder falsche Notrufe in den Feuerwachen ein. Hinter jedem Einzelnen steckte ein Teil des von Prummer und seinem Team in neunmonatiger Arbeit geplanten 24-Stunden-Tages.

Und die Verantwortlichen hatten sich so einiges einfallen lassen, um die Übung möglichst abwechslungsreich und realitätsnah zu gestalten: Brände gehörten dazu, Verkehrsunfälle, Personensuche und auch sonst so einiges, womit Feuerwehrleute im wahren Leben konfrontiert werden können.

Zum echten Einsatz allerdings werden die Jugendlichen noch nicht gerufen: Während man schon ab zwölf Jahren als Mitglied der Jugendgruppen an Übungen teilnehmen darf, "können die Jungen ab 16 Jahren zum Einsatz mitfahren. Sie müssen aber außerhalb des Gefahrenbereichs bleiben", erklären Prummer und Wein. "Bei Unfällen, vor allem bei schweren, vermeiden wir es aber, sie dabeizuhaben. Das muss einfach nicht sein", sagt der Kommandant. Ab 18, erklärte er weiter, könnten sie bei entsprechendem Ausbildungsstand in die aktive Mannschaft übernommen werden. Bis dahin gilt es zu üben und das tun sie, das hat der 24-Stunden-Tag einmal mehr bewiesen, mit Begeisterung und jeder Menge Einsatz. So viel, dass auch Bürgermeister Schmid bestätigte: "Bei so einer Jugend braucht uns auch in Zukunft nicht um unsere Feuerwehren bange sein!"

Von Susanne Lamprecht
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