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An der äußeren Moosburger Straße soll ein Gebäudekomplex mit 24 Einheiten entstehen

Wohnraum schaffen und Architektur erleben

Pfaffenhofen
erstellt am 16.02.2015 um 19:43 Uhr
aktualisiert am 31.01.2017 um 22:09 Uhr | x gelesen
Pfaffenhofen (PK) An der äußeren Moosburger Straße in Pfaffenhofen entsteht schon bald ein großer Gebäudekomplex mit 24 Wohneinheiten. Allerdings wird es kein „Bunker“, der vor den Hipp-Reihenhäusern in die Höhe gezogen wird, sondern in Augen der Stadträte „ansprechende Architektur“.
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Pfaffenhofen: Wohnraum schaffen und Architektur erleben
 
Pfaffenhofen

Im Pfaffenhofener Bauausschuss wurde das Vorhaben vergangene Woche besprochen. Die Passionauten-Architekten aus Schrobenhausen haben den Entwurf geplant und in der Nähe von Innsbruck sogar schon einmal umgesetzt. Als Bauträger will sich Fischer-Wohnbau aus Pfaffenhofen um die Realisierung kümmern. Und Stadtbaumeister Gerald Baumann hat das Vorhaben für ebenso ansprechend befunden wie auch die anwesenden Stadträte im Ausschuss. Die brachten die notwendige Änderung des alten Bebauungsplans Schlehenhag (stadtauswärts an der rechten Straßenseite) einstimmig auf den Weg. Nötig ist dies, weil der angedachte Gebäudekomplex dreigeschossig ausgestaltet wird – und bislang waren in diesem Bereich nur Gebäude mit zwei Geschossen erlaubt.

„Das Vorhaben hat Licht und Schatten“, meinte Bürgermeister Thomas Herker (SPD) zweideutig. Denn: Die hinter dem neuen Komplex liegenden Gebäude werden – zumindest in den frühen Morgenstunden – etwas mehr verschattet als bislang und laut Plan eigentlich erlaubt. Trotzdem wehren sich die Anwohner laut Stadtbaumeister Gerald Baumann nicht unbedingt gegen den Plan. „Sie haben nämlich auch einen klaren Vorteil. Das Gebäude ist für die dahinterliegenden Häuser ein super Lärmschutz an der stark befahrenen Moosburger Straße.“ Baumann sprach sich auch sonst für das Vorhaben aus. Nicht nur, dass hier wichtiger Wohnraum entsteht. Der Stadtbaumeister empfindet das Vorhaben auch als „klare architektonische Aufwertung für diesen Teil der Stadt“.

Damit sprach er den Räten offenbar aus der Seele. Auch Michael Kaindl (CSU) sprach von einer „optimalen optischen Ausgestaltung“ und „einer der besten Lösungen in diesem Bereich“. So gab es keine Widerworte – auch weil durch rund 30 Tiefgaragenstellplätze und ein knappes Dutzend an oberirdischen Stellplätzen die äußere Moosburger Straße nicht weiter zugeparkt wird. Den Entwurf empfand Baumann als „pfiffig“, da er mit Auslassungen im Obergeschoss sowie mit Schmetterlings- und Pultdächern arbeitet. Zudem entsteht in dieser kleinen Wohnanlage sogar ein Spielplatz für die Kinder der jungen Familien, die sich dort niederlassen werden.

Von Patrick Ermert
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