Montag, 16. Juli 2018
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Städtische Tochtergesellschaft soll ins Rathaus ziehen – das damit wieder komplett ausgenutzt wird

Voll bis unters Dach

Pfaffenhofen
erstellt am 16.01.2012 um 17:52 Uhr
aktualisiert am 31.01.2017 um 21:37 Uhr | x gelesen
Pfaffenhofen (PK) Leer stehende Büros waren gestern: Noch ein Umzug steht an, dann sind das Pfaffenhofener Rathaus und das Verwaltungsgebäude am Sigleck voll ausgenutzt bis unters Dach. Das WSP-Büro soll im Laufe des Jahres vom Hofberg zum Hauptplatz verlegt werden.
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Pfaffenhofen: Voll bis unters Dach
Neue Räume: Die Mitarbeiter der Wirtschafts- und Servicegesellschaft Pfaffenhofen – Tina Schiechel (von links), Thomas Silmbroth und Matthias Scholz – sitzen schon mal Probe im Rathaus-Erdgeschoss. Sie sollen heuer in die früheren Räume von Standesamt sowie Renten- und Sozialstelle ziehen - Foto: Kraus
Pfaffenhofen
Das Rathaus, das vor vier Jahren für rund 4,5 Millionen Euro aufwendig saniert worden ist, steht mitnichten leer, wie man nach dem Umzug großer Teile der Verwaltung ins Sigleck vermuten möchte. „Alles, was die Bürger regelmäßig brauchen, ist im Rathaus“, erklärt Jürgen Ostermeier, der für die Organisationsabläufe in der Verwaltung zuständig ist: Bürgerbüro, Standesamt, Renten- und Sozialstelle sowie Friedhof- und Feuerwehrangelegenheiten. Auch Bürgermeister Thomas Herker (SPD) hat im Rathaus noch sein altes Büro für Bürgersprechstunden oder repräsentative Termine.

Der Rest der Verwaltung ist seit vergangenem Sommer im Sigleck untergebracht – unter einem Dach, statt wie früher unter drei Dächern. „Bereiche wie Bauamt oder Steuerstelle sind jetzt im neuen Verwaltungsgebäude“, erklärt Ostermeier. Die meisten Mitarbeiter, die vergangenes Jahr im Sommer dorthingezogen sind, hätten zuvor ihre Büros in der Frauenstraße gehabt. Im Sigleck seien nun vor allem Ämter und Stellen zu finden, mit denen Bürger eher selten in direktem Kontakt stünden. Und wenn doch, biete der Empfang im ersten Stock jedem eine Anlaufstelle für den Behördengang.

Von den 25 Mitarbeitern, die früher im Rathaus untergebracht waren, sind 15 nach wie vor dort. Einerseits haben diese dort nun mehr Platz , andererseits soll in die verbleibenden Räume im Erdgeschoss im Laufe dieses Jahres die Wirtschafts- und Servicegesellschaft Pfaffenhofen (WSP) einziehen. Bisher war diese städtische Tochter in einem Einraumbüro am Hofberg untergebracht. „Bei uns sind größere Räumlichkeiten notwendig“, erklärt Geschäftsführer Matthias Scholz. Einerseits, weil sein Team künftig von einem Praktikanten verstärkt werden solle, andererseits wolle die WSP ihren Kunden mehr Vertraulichkeit bieten. Vom Prestige ganz zu schweigen: „Natürlich ist das Rathaus die schönere Adresse.“

Im Rathaus hat sich seit dem Umzug der Verwaltung im Juli auch sonst einiges geändert: Das Standesamt ist vom Erdgeschoss in das erste Obergeschoss gezogen. „In Einzelbüros, wo Vertraulichkeit und Datenschutz gewährleistet werden können“, erklärt Ostermeier. Ebenso ein Stockwerk nach oben gewandert sind die Renten- und Sozialstelle sowie die Mitarbeiter für Friedhofs- und Feuerwehrangelegenheiten. „Der erste Stock ist barrierefrei über einen Aufzug erschlossen“, führt Ostermeier zu den Raumänderungen aus. Auch der Personalrat ist dort in der ehemaligen Poststelle untergekommen.

Unverändert bleibt – neben Bürgerbüro und dem Trauungszimmer im Erdgeschoss des Rathauses – das zweite Obergeschoss, in dem mit Festsaal und kleinem Sitzungssaal sowohl Stadtratssitzungen als auch Veranstaltungen Platz finden.

Die neue Raumverteilung in der Stadtverwaltung habe sich im ersten halben Jahr seit dem großen Umzug bewährt, findet Ostermeier: „Alles hat sich eingespielt, die Situation ist jetzt optimal.“ Früher sei die Verwaltung zu verteilt gewesen, was die Zusammenarbeit über Amtsgrenzen hinweg erschwert hat. „Wenn da einmal sehr schnell etwas gebraucht wurde, war das schlicht und ergreifend nicht möglich“, erklärt Ostermeier. Die kurzen Wege hätten sich deshalb längst bewährt. Kapazitäten gibt es in Rathaus und Sigleck aber nicht mehr viele: „Beide Gebäude sind voll bis unters Dach.“

 

Von Michael Kraus
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