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Verein Familien in Not besteht seit 25 Jahren – Bisher 1,7 Millionen Euro ausbezahlt

Über 1000-mal geholfen

Pfaffenhofen
erstellt am 04.12.2015 um 19:59 Uhr
aktualisiert am 31.01.2017 um 22:18 Uhr | x gelesen
Pfaffenhofen (wha) Sein 25-jähriges Bestehen kann heuer der Verein Familien in Not feiern. Auch in diesem Jahr wieder unterstützt unsere Zeitung diesen Hilfsfonds, an den die Spenden fließen, die im Rahmen der Aktion „Vorweihnacht der guten Herzen“ eingehen.
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Pfaffenhofen: Über 1000-mal geholfen
Seit 25 Jahren unterstützt die Städtische Musikschule den Verein Familien in Not. Wenige Wochen nach der Gründung des Vereins veranstaltete die Musikschule am 12. Dezember 1990 ihr erstes Benefizkonzert für den Hilfsfonds im Rathaussaal. Unser Bild zeigt den Auftritt des Kinderchores mit seinem damaligen Leiter Max Penger - Foto: PK-Archiv
Pfaffenhofen

Im vergangenen Jahr konnte die PK-Aktion „Vorweihnacht der guten Herzen“ ein besonderes Jubiläum feiern: Zum 25. Mal eröffneten Stadtkapelle und Liedertafel mit ihrem Wohltätigkeitskonzert 2014 im Schyren-Gymnasium die Benefizaktion unserer Zeitung und setzten damit die Tradition fort, die im Jahr 1990 begonnen hatte. Ein Jahr zuvor, im Dezember 1989, hatte der Pfaffenhofener Kurier seine Leser um Unterstützung für die Witwe und die beiden kleinen Töchter eines tödlich verunglückten Vohburgers gebeten und eine wahre Spendenlawine ausgelöst. Der Überschuss aus dieser Hilfsaktion ermöglichte im Oktober 1990 die Gründung des Vereins Familien in Not, der somit heuer sein 25-jähriges Bestehen feiert.

In dieser Zeit zahlte der Verein rund 1,7 Millionen Euro an Zuschüssen und zinslosen Darlehen aus und unterstützte weit über 1000 Familien sowie andere karitative Organisationen, die sich ebenfalls für hilfsbedürftige Menschen engagieren.

Aufgefüllt wird der Fonds in erster Linie durch die Leser des DONAUKURIER und seiner Heimatzeitungen bei der Aktion „Vorweihnacht der guten Herzen“. Aber auch durch zahlreiche Benefizaktionen und Spenden während des Jahres sowie Bußgelder aus Strafverfahren am Amtsgericht Pfaffenhofen wird der Verein in die Lage versetzt, in Notfällen schnell und unbürokratisch helfen zu können.

In der Satzung ist festgelegt, dass aus dem Hilfsfonds bedürftige Einzelpersonen und Familien sowie karitative Organisationen und Betreuungseinrichtungen ausschließlich im Landkreis Pfaffenhofen unterstützt werden. Familien in Not ist im Vereinsregister beim Amtsgericht Ingolstadt eingetragen und als gemeinnützig anerkannt. 2009 war der Pfaffenhofener Hilfsfonds auch Vorbild für die Gründung des Vereins Familien in Not Ingolstadt.

Bei der Bearbeitung der Hilfsanträge steht der Verein im Kontakt mit Sozialbehörden, Jugendamt, Kirchen sowie anderen karitativen Verbänden oder Einrichtungen wie zum Beispiel Caritas und Tafel.

Mit Unterstützung der Sozialexperten wird nach bestem Wissen und Gewissen geprüft, ob eine Hilfe angebracht ist. Und natürlich engagiert sich der Verein nur dort, wo staatliche Stellen, Krankenkassen, Versicherungen und andere Kostenträger nicht oder nur unzureichend helfen können.

Ob und in welcher Form eine Hilfe gewährt wird, entscheiden die Mitglieder dann in jedem Einzelfall per Abstimmung. Da in dem Gremium sehr viele vertrauliche Daten zur Sprache kommen, ist die Zahl der Vereinsmitglieder bewusst sehr niedrig gehalten. Derzeit sind es elf Mitglieder, die ihre Erfahrungen aus ihrer beruflichen Tätigkeit und anderen ehrenamtlichen Funktionen dem Verein Familien in Not zur Verfügung stellen (siehe Kasten).

Für ihre Tätigkeit erhalten die Mitglieder von Familien in Not keinerlei finanzielle Entschädigung. Lediglich etwa sechs Prozent seiner Einnahmen muss der Verein für eine Bürokraft und sonstige Verwaltungskosten aufwenden – ein extrem niedriger Wert nach den Richtlinien des Deutschen Zentralinstitutes für soziale Fragen (DZI), das für die Vergabe seines Spendensiegels an karitative Organisationen eine Quote bis 35 Prozent für vertretbar hält.

Von Willy Hailer
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