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Straub sauer wegen Finkenzeller-Äußerungen

Rüffel für den Partner

Pfaffenhofen
erstellt am 01.12.2017 um 19:34 Uhr
aktualisiert am 04.12.2017 um 03:33 Uhr | x gelesen
Pfaffenhofen (rs) Privat sind sie befreundet, im Kreistag sind sie Verbündete. Doch momentan ist Karl Straub, der Kreisvorsitzende der CSU, nicht besonders gut zu sprechen auf Josef Finkenzeller, den Dritten Landrat aus den Reihen der Freien Wähler.
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Den Unmut des CSU-Chefs hat sich der FW-Mann wegen seiner jüngsten Äußerungen zur Ilmtalklinik und zur Kooperation mit der CSU im Kreistag zugezogen.

Finkenzeller hatte bei der FW-Hauptversammlung beklagt, dass er als Dritter Landrat vieles nur aus der Zeitung erfahre und über Vorgänge im Landratsamt, wo Zweiter Landrat Anton Westner (CSU) amtiert, kaum informiert werde. Und die Kooperation mit der CSU im Kreistag funktioniere "halbwegs", aber nur weil die Freien Wähler so "pflegeleicht" seien. In Sachen Ilmtalklinik wurde Finkenzeller ebenfalls deutlich: Man müsse auch über eine Privatisierung nachdenken dürfen, sagte er, denn: "Wir als Kommune haben doch in der Vergangenheit vor allem bewiesen, dass wir es nicht können."

So weit, so schlecht, findet Karl Straub. Ihm fehle jedes Verständnis dafür, dass sich Finkenzeller alle Jahre wieder beklage, nicht richtig eingebunden zu sein: "Als Dritter Landrat hat er direkten Zugang. Und wenn er etwas wissen will, dann muss er halt mal fragen", so Straub. CSU und FW seien ständig im Kontakt, erst vor Kurzem habe man sich wieder getroffen und das nächste Kooperationsgespräch stehe am 8. Dezember an. "Ich bin sauer, weil Josef Finkenzeller offenbar glaubt, unbedingt einmal im Jahr mit so etwas vorpreschen und sich profilieren zu müssen - und das diesmal auch noch auf Kosten der Ilmtalklinik", schimpft Straub. "Muss man denn jetzt wieder Spekulationen anheizen? Privatisierungsängste unter den Mitarbeitern zu schüren, verbessert aus meiner Sicht nicht die Qualität und Wirtschaftlichkeit," schreibt er auf Facebook zu den Finkenzeller-Äußerungen. Die werden dort auch von Werner Hammerschmid, SPD-Kreis- und Klinikaufsichtsrat, kommentiert: "Tja Herr Dritter Landrat, Willkommen im Leben."

Von Robert Schmidl
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