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Direktion will Pläne nur für 20 Jahre genehmigen deshalb schlägt Paunzhausen eine Verlagerung vor

Photovoltaikanlage soll weiter von der Autobahn weg

Paunzhausen
erstellt am 07.12.2017 um 19:04 Uhr
aktualisiert am 10.12.2017 um 03:33 Uhr | x gelesen
Paunzhausen (PK) Die Photovoltaikanlage Schernbuch hat jüngst den Paunzhausener Gemeinderat beschäftigt. Hier waren für die Änderung des Bebauungsplans seitens des Landratsamts Freising sowohl von der Immissionsschutzbehörde, von der Naturschutzbehörde und auch vom Landwirtschaftsamt Bedenken und Anregungen eingegangen.
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Der Bitte der Immissionsschutzbehörde einen Hinweis bezüglich Lichtimmission - also Blendwirkung - in die Satzung aufzunehmen, kommt Paunzhausen entsprechend nach. Die Naturschutzbehörde hatte mehrere Einwendungen, unter anderem zur Eingrünung: statt Obstbäumen will die Behörde eine zusätzliche dreireihige Hecke. Paunzhausen will nun Bäume und Sträucher wählen, die den Höhenunterschied am Hang plus die Höhe der Module kaschieren. Des Weiteren ging es darum, dass diese heimischer und standortgerechter Art sein sollen, es sollen zudem keine Düngemittel und Pestizide benutzt werden. Den Abtransport des Mähguts empfanden die Gemeinderäte mit Ausnahme von Birgit Kasper (BL) jedoch als zu hohen Aufwand.

Beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Erding ging es lediglich um Hinweise wie "es kann zu unvermeidbaren Emissionen kommen" und der Rückbauverpflichtung.

Die Autobahndirektion Südbayern hingegen wollte die Genehmigung nur auf 20 Jahre befristet erteilen, da die Module nur 34 Meter vom äußeren befestigten Rand der Autobahn A 9 geplant war - und sich damit innerhalb der Bauverbotszone von 40 Metern befanden. Da derzeit aber noch nicht absehbar ist, wann der Vollausbau der Nordsüdtrasse stattfinden soll, genehmigte die Autobahndirektion diese Photovoltaikanlage nur mit einer 20-jährigen Frist und der Bedingung, dass keine Blendwirkung stattfindet. "Es ist wohl am besten, wenn die Anlage komplett um fünf Meter nach innen rückt und damit aus dieser Bauverbotszone heraus.", schlug Geschäftsleiter Hans Vachal vor und erhielt Zustimmung.

Die ablehnende Stellungnahme zu dieser Anlage seitens des Bayerischen Bauernverbands "ist eigentlich eine Frechheit", empörte sich Bürgermeister Johann Daniel. Sie werde aber auch schriftlich zur Kenntnis genommen und die Gegengründe aufgezählt.

Nachdem noch einmal ausdrücklich schriftlich festgehalten wurde, dass Gemeinderatsmitglied Konrad Offenberger bei diesen Entscheidungen als Betreiber der Anlage ausgeschlossen wurde, soll der Planentwurf so noch einmal öffentlich ausgelegt werden.

Von Birgit Schmid
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