Donnerstag, 13. Dezember 2018
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Geisenfelder Surfclub feiert 40-jähriges Bestehen - Fehlender Wind ist jetzt kein Problem mehr

Paddeln gegen die Flaute

Geisenfeld
erstellt am 07.12.2018 um 16:53 Uhr
aktualisiert am 12.12.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Geisenfeld (GZ) Eigentlich müsste er ja SUP-Club heißen, der Geisenfelder Surfclub.
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Zu Dank verpflichtet ist der Surfclub dem Kieswerksbetreiber-Ehepaar Martin und Petra Braun. Hannes Hetzenecker als Vorsitzender (links) übergab den beiden bei der Feier kleine Geschenke.
Zu Dank verpflichtet ist der Surfclub dem Kieswerksbetreiber-Ehepaar Martin und Petra Braun. Hannes Hetzenecker als Vorsitzender (links) übergab den beiden bei der Feier kleine Geschenke.
Surfclub
Geisenfeld
Denn das Surfen steht bei der TV-Abteilung schon lange nicht mehr im Vordergrund. Seit Jahren haben sich die Mitglieder voll und ganz dem Stand-up-Paddling verschrieben. Mit großem Erfolg, sodass zur Feier des 40-jährigen Bestehens von einer Flaute keine Spur mehr war.

Das neue Betätigungsfeld hat sich schnell zu einem sportlichen Renner entwickelt - und so konnte die Abteilung jetzt ihr 40-Jähriges als florierender Verein feiern. 110 Mitglieder und Freunde des Surfclubs kamen in den Rockermeier-Saal, wobei die Veranstaltung zugleich Weihnachtsfeier und Festakt anlässlich des runden Jubiläums war. Ein besonderer Willkommensgruß des Abteilungschefs Hannes Hetzenecker galt dem TV-Vorsitzenden Harald Bruckmeier, der die gute Zusammenarbeit lobte sowie dem Kieswerksbetreiber-Ehepaar Martin und Petra Braun dankte, an deren Weiher sich das Domizil des Surfclubs bekanntlich befindet. Dass man den Brauns zu großem Dank verpflichtet sei, betonten in ihren Ansprachen deshalb sowohl Bruckmeier als auch Hetzenecker, der die Geschichte der Abteilung kurz Revue passieren ließ. Auf alten Bildern wurde deutlich, wie sich das Gelände mit den Jahren verändert hat - mit seinem fast wüstenartigen Charakter ohne Bewuchs zu Beginn bis hin zum komplett mit Bäumen zugewachsenen Weiher jetzt.

Dieser immer höhere Bewuchs entzog den Surfern dann mit den Jahren das, was sie für ihren Sport am dringendsten brauchen: den Wind. Bei der Rekultivierung des Braunweihers gehörte es zu den Auflagen, auch Bäume zu pflanzen. Und diese sind mit den Jahren immer höher gewachsen - und haben damit immer mehr den Wind abgehalten. Die Folge: Mit den sportlichen Aktivitäten der Abteilung ging es sukzessive bergab. "Es herrschte ziemlich tote Hose", erinnert sich Hannes Hetzenecker, der dem Club seit
drei Jahren vorsteht.

An dieses spätere Problem mit dem fehlenden Wind war bei der Gründung der Abteilung noch überhaupt nicht zu denken. Initiator damals war Charly Walser, die weiteren Gründungsmitglieder hießen Petra Hollweck, Hans Gump, Heinz Ringling, Gabi Steinberger, Gustav Schlosser und Otfried Meier. Die beiden Letztgenannten waren zu der Jubiläumsfeier erschienen und wurden hier besonders herzlich willkommen geheißen. Gesurft wurde anfangs mit riesigen, fast vier Meter langen Boards, die fast einen halben Zentner schwer waren. Erst nach und nach wurden diese "Schwergewichte" von High-Tech-Boards in ultraleichter Sandwichbauweise abgelöst.

Nicht schwer zu schleppen haben die Mitglieder der Abteilung auch an ihrem heutigen Sportgeräten, den SUP-Boards. Etwa acht Jahre ist es jetzt her, dass sich der Verein dem Stand-up-Paddling verschrieben hat. Die Idee dazu hatte Burkhard Kuhn, der diese damals in Deutschland noch weitgehend unbekannte Sportart auf Hawaii kennengelernt hatte. Heute sind es laut Hetzenecker etwa 60 Mitglieder des Surfclubs, die regelmäßig diesen Sport ausüben.

Die Mitgliederzahl der Abteilung ist in den vergangenen Jahren auf etwa 120 angewachsen, berichtet Hetzenecker, wobei sich mit dem geänderten sportlichen Schwerpunkt auch die Mitgliederstruktur geändert hat: Stammten vor 15 Jahren noch etwa 85 Prozent der Mitglieder aus Pfaffenhofen, so sind mittlerweile die Mitglieder aus Geisenfeld in der klaren Mehrheit.

In einer Video-Dokumentation stellte Jonas Hetzenecker bei der Feier das frühere und das heutige Betätigungsfeld der Mitglieder gegenüber. Nach dem offiziellen Teil mit den Ansprachen ging man zum gemütlichen Teil über, bei dem dann zu den Klängen einer Fünf-Mann-Band auch das Tanzbein geschwungen werden konnte.
Gerhard Kohlhuber
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