Samstag, 19. Januar 2019
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Chorisma präsentiert Weihnachtslieder aus mehreren Jahrhunderten

Musikalische Zeitreise

Niederscheyern
erstellt am 27.12.2018 um 13:48 Uhr
aktualisiert am 30.12.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Niederscheyern (PK) Bei seinem vorweihnachtlichen Chorkonzert hat sich Chorisma in diesem Jahr Verstärkung geholt. In der früheren Wallfahrtskirche Maria Verkündigung in Niederscheyern war neben dem Frauenchor auch Projektsänger zu hören, sodass die Besucher einen gemischten Chor erlebten.
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Der Frauenchor Chorisma präsentierte in Niederscheyern seine Vielfalt.
Der Frauenchor Chorisma präsentierte in Niederscheyern seine Vielfalt.
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Niederscheyern
Als Pater Benedikt den Pfaffenhofener Frauenchor Chorisma mit freundlichen und besinnlichen Worten willkommen hieß, war die Pfarrkirche in Niederscheyern nach Veranstalterangaben bis auf den letzten Platz gefüllt. Zur großen Überraschung der Zuhörer war der Chor zunächst aber nur zu hören und nicht zu sehen. "Meine Seele erhebt den Herren" von Heinrich Schütz erklang von der Empore und dem Publikum wurde ein breites Spektrum von tiefem, vollmundigen Bass bis zum kristallklarem Sopran präsentiert - leise getragen von einer zurückhaltenden Orgel.

Nach diesem Auftakt wechselte der Chor in den Altarraum und setzte sein Programm - passend zum Niederscheyerer Altarbild - mit Marienliedern von Josef Gabriel Rheinberger und Edvard Grieg fort. Hinzu kamen kleine Geschichten und Gedichte, die die musikalischen Darbietungen ergänzten und die Zuhörer zum Schmunzeln und auch zum Nachdenken anregen sollten.

In seinem größtenteils a cappella vorgetragenen Programm zeigte Chorisma seine Qualitäten: Sechs- und vierstimmige Passagen, solistische Einschübe und kleine Besetzungen wechselten sich ab und nahmen die Besucher mit auf eine Reise durch die Jahrhunderte der Weihnachtsmusik. Der Weg füherte unter anderem in die späte Renaissance mit dem schwungvollen "Resonet in laudibus" von Michael Praetorius, in die Romantik mit der "Christnacht" von Max Bruch und in auch das spätromantische "Es kommt ein Schiff geladen" von Max Reger wurde vorgetragen. Aber auch zeitgenössische Kompositionen mit zarten Dissonanzen und jazzigen Harmonien wurden präsentiert. Schließlich wurde das letzte Stück - wie seit vielen Jahren üblich - gemeinsam mit den Konzertbesuchern gesungen: "Nun freut euch, ihr Christen" erklang in einem emotionalen und stimmgewaltigen Arrangement mit Unterstützung von Michael Sandt an der Kirchenorgel.

Von den Konzertbesucher erhielten die Musiker viel Applaus für die Einstimmung auf das Weihnachtsfest. Der Frauenchors wiederum entließ die Gäste mit einer gefühlvollen Zugabe in die regnerische Dezembernacht.
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