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Jetzendorfer Rat segnet Jahresrechnung ab

Ausgaben genehmigt

Jetzendorf
erstellt am 12.03.2018 um 18:00 Uhr
aktualisiert am 15.03.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Jetzendorf (ost) Einstimmig hat der Gemeinderat die Jahresrechnung 2017 abgesegnet. Ruth Kudorfer (Freie Bürger), die Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses, zeigte auf, dass fast 6,95 Millionen Euro im Verwaltungshaushalt und 1,4 Millionen Euro im Vermögenshaushalt umgewälzt wurden, was einen Gesamthaushalt von 8,35 Millionen Euro ergibt.
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Wie Kudorfer erklärte, seien die Einnahmen und Ausgaben stichpunkthaft überprüft worden. Für sechs Punkte musste der Gemeinderat eine nachträgliche Genehmigung aussprechen. Dabei ging es um den Haushaltsplan des Schulverbandes Reichertshausen, der erst nach dem Jetzendorfer Etat aufgestellt wurde. Die Überschreitung betrug 15 050 Euro. Um 5607 Euro ist es beim Mittagessen im Kinderhaus Regenbogen gegangen. Offenbar haben mehr Kinder am Mittagessen teilgenommen als erwartet. Außerdem wurde die Essenslieferung aus dem Dezember 2016 erst im folgenden Januar beglichen. Eine Überschreitung von 8330 Euro gab es beim Sicherheitskostenkonzept für den Frautag. Die Aufnahme der Mittel wurde bei den Haushaltsplanungen der vergangenen beiden Jahre übersehen.

Eine Überschreitung von knapp 6000 Euro wurde bei der Gewerbesteuerumlage festgestellt. Nur 3453 Euro beträgt die Überschreitung für Bauaufwendungen zur Sanierung der Schule Jetzendorf. Das Leitungsnetz musste untersucht werden, die Demontage der Proberohre verursachten die Mehrkosten. Schließlich ging es noch um 6900 Euro für Erschließungskosten eines Grundstücks in der Lindhofstraße.

Dass es der Gemeinde finanziell gut geht, bezeugt die Zuführung zum Vermögenshaushalt von fast 1,10 Millionen Euro.

Fehlbeträge seien sowohl bei den Kanalgebühren als auch beim Friedhof entstanden. "Aber beim Wasser sind wir unseren Verpflichtungen nachgekommen", unterstrich Kudorfer, die auch die deutliche Unterdeckung bei den Kindergartengebühren ansprach. 3677 Euro pro Kind sei die Unterdeckung im Spatzennest und sogar 3975 Euro pro Kind im Regenbogen. "Aber die soziale Daseinsfürsorge muss uns das Wert sein", erklärte Kudorfer und machte kein Hehl daraus, dass sie mit Interesse die politische Entwicklung hin zum kostenfreien Kindergarten verfolge. "Irgendwo muss das Geld aber herkommen", dämpfte Bürgermeister Manfred Betzin (CSU) die Euphorie.

Gedanken machen muss sich der Gemeinderat nach den Worten Kudorfers aber hinsichtlich der Inrechnungstellung bei den Verursachern von Feuerwehreinsätzen. Das sei schon bei der überörtlichen Prüfung beanstandet worden. 5730 Euro hat Jetzendorf vergangenes Jahr an Hundesteuer eingenommen. Davon werde man nicht reich, aber es sei zu anzunehmen, dass es viel mehr als die 190 gemeldeten Hunde in der Gemeinde gebe. Wie man hier an die Besitzer der "schwarz" gehaltenen Hunde rankomme, wisse keiner. Kudorfer erachtete es dennoch für sinnvoll, einen entsprechenden Appell zur Meldung dieser Hunde zu starten.

Von Josef Ostermair
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