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Jugendliche entwickeln beim Hackathon im Jugendzentrum Utopia ihre eigenen Computerspiele

Hexen, Gespenster und Drachen

Pfaffenhofen
erstellt am 27.05.2018 um 19:48 Uhr
aktualisiert am 31.05.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Pfaffenhofen (PK) Der zweite Hackathon hat am Freitag und Samstag im Jugendzentrum Utopia in Pfaffenhofen stattgefunden. 15 Jugendliche haben an dem Workshop von der Jugendgruppe Open Project teilgenommen.
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Beim Hackathon im Utopia in Pfaffenhofen hilft Daniel Lichtenstern (links) Lois Kleinheinz bei schwierigen Fragen weiter.
Beim Hackathon im Utopia in Pfaffenhofen hilft Daniel Lichtenstern (links) Lois Kleinheinz bei schwierigen Fragen weiter.
Foto: Meier
Pfaffenhofen
Sie hat verwuschelte Haare, rot unterlaufene Augen, ein langes Kleid in grün oder pink und Warzen im Gesicht: So beschreibt Leila Engelhardt ihre virtuelle Hexe. Die 14-Jährige nimmt am Hackathon im Jugendzentrum Utopia in Pfaffenhofen teil. Innerhalb von zwei Tagen designt und programmiert die Pfaffenhofenerin mit ihrer Freundin und einen Schulkameraden ein Computerspiel. Darin geht es um einen Dieb, der ein Drachenei aus einem Labyrinth stiehlt. Davon versuchen ihn Hexen oder Gespenster abzuhalten. Sie tauchen aus dem Nichts auf und rennen auf den Dieb zu. Was dann passiert, ist noch nicht klar, denn die Drei haben ihr Spiel noch nicht ganz durchdacht.

Zunächst wollen sie die Figuren modellieren - so nennt Engelhardt das Entwerfen von Körpern am Laptop. Ihre Inspiration für die Hexen holt sie sich aus Fantasybüchern. Beim Modellieren am Laptop sind besonders das Gesicht und die Hände für Engelhardt eine Herausforderung. "Es ist ein Computerprogramm. Am Anfang hat man einen Zylinder, aus dem man Finger und eine Hand modellieren muss", erklärt Engelhardt die Arbeit am Laptop.

Designen tut sie fast seit einem Jahr. "Ich spiele eigentlich keine Video- oder Computerspiele", erklärt Engelhardt. Das Programmieren und Designen gefällt ihr einfach. "Ich will Informatikerin oder Designerin werden. Da hilft mir das für meinen späteren Job."

Genau das ist auch der Ansatz der Organisatoren. "Hier sollen sie nicht nur programmieren lernen, sondern auch lernen im Team zu arbeiten und auf einen späteren Job vorbereitet werden", erklärt Mitorganisator Daniel Lichtenstern vom Open Project. Insgesamt haben sich zu dem Hackathon 15 Jugendliche angemeldet, die zwischen zwölf und 18 Jahre alt sind. Innerhalb von zwei Tagen sollen sie ein Computerspiel designen und programmieren. "Unser Thema ist das Mittelalter." Dazu sollen die Jugendlichen ein Spiel entwickeln.

Im Fall von Engelhardts Team ist es das Labyrinth mit dem Drachen. Lois Kleinheinz ist in einer Fünfergruppe. Die Buben entwickeln ein Kampfspiel. "Am Programmieren gefällt mir, dass man sich etwas vornimmt und das umsetzt. Gibt es ein Problem, löst man es", erklärt Kleinheinz. Beim Programmieren legt der 15-Jährige fest, wie die Figur kämpfen soll. Bei welcher Tastenkombination sie Arme oder Beine bewegt. Der Zehntklässler kann sich vorstellen Informatik oder Wirtschaftsinformatik zu studieren, deswegen nimmt er an dem Hackathon teil. "Das kann man bestimmt fürs spätere Leben einmal brauchen." Kleinheinz macht aber nicht ganz ohne Vorkenntnisse beim Hackathon mit. Bereits in der Schule, am Schyren-Gymnasium, besucht er einen Informatikkurs. "Seit fast einem Jahr geben wir einmal in der Woche einen Kurs am Nachmittag", erklärt Student und Programmierer Lichtenstern. "Viele haben immer Angst vorm Programmieren, aber wenn man es richtig erklärt bekommt, kriegt das jeder hin." Besonders das Klischee, dass nur Buben vor dem Computer sitzen und programmieren stimme nicht. Das wird auch beim Hackathon im Utopia widerlegt. An dem Workshop nehmen auch Mädchen teil. Gemeinsam mit den Buben haben sie es sich in einem Raum des Jugendzentrums bequem gemacht. Durcheinander stehen die Sessel und Sofas im Raum, damit jede Gruppe in einem Kreis miteinander arbeiten kann. Die Laptops auf dem Schoß helfen sie sich gegenseitig mit Tipps. Schließlich soll das Labyrinth und das Kampfspiel innerhalb von zwei Tagen programmiert sein.
Samantha Meier
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