Sonntag, 20. Mai 2018
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Die Kinderbuchautorin Heidemarie Brosche las im Gerolsbacher Kindergarten

Reime über Motorrad fahrende Frösche

Gerolsbach
erstellt am 20.07.2017 um 19:31 Uhr
aktualisiert am 24.07.2017 um 03:33 Uhr | x gelesen
Gerolsbach (mst) Der Gerolsbacher Kindergarten Villa Kunterbunt bekam zum Abschluss des Kindergartenjahres mit dem Motto "Ein Buch ist wie ein Schatz" Besuch von der bekannten Kinderbuchautorin Heidemarie Brosche.
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Gerolsbach: Reime über Motorrad fahrende Frösche
Zog ihre Zuhörer in den Bann: Die Friedberger Kinderbuchautorin Heidemarie Brosche las im Gerolsbacher Kindergarten Villa Kunterbunt Geschichten aus ihren zahlreichen Büchern. - Foto: Stefan Maurer
Gerolsbach

Die Autorin, die für die Lesung direkt nach Gerolsbach kam, lebt mit ihrer Familie in Friedberg und arbeitet in Teilzeit als Lehrerin an einer Grund- und Mittelschule im benachbarten Augsburg. So kam auch der Kontakt des Gerolsbacher Kindergartens zu der Autorin zustande. Die Gerolsbacher Elternbeiratsvorsitzende Barbara Maurer arbeitet an der gleichen Schule als Lehrerin wie Brosche.

In drei Gruppen durften die Kindergartenkinder der Autorin zuhören. Nach einer kurzen Begrüßung las Heidemarie Brosche das fantasievolle und in Reimform geschriebene Buch "Gummistiefel, die sich streiten" vor. Die Kinder lachten immer wieder herzhaft wegen der lustigen und eigentlich unsinnigen Reime über "Frösche, die Motorrad fahren" oder "Bienen mit ganz langen Haaren". Die Kinder erfuhren von der Autorin auch, dass es ihre eigentliche Idee gewesen war, Schnecken Motorrad fahren zu lassen. Das habe der Verlag damals aber abgelehnt. Bei der Gelegenheit erklärte Brosche ihrem wissbegierigen Publikum auf sehr kindgerechte Weise, wie so ein Buch eigentlich entsteht - von der Idee, die ihr manchmal beim Autofahren komme, über den Verlag, bis hin zum fertig illustrierten Buch.

Auch "Die Funkelfeder" begeisterte die kleinen Zuhörer von der ersten bis zur letzten Seite. Die Geschichte zeigt, dass die Funkelfeder, die ein Vogel aus seinem Gefieder verloren hatte, andere Tiere, die gerade verärgert, verzweifelt oder traurig seien, durch ihr schönes Aussehen wieder auf positive Gedanken bringe und glücklich mache.

Es durfte aber nicht ausschließlich still und leise dasitzend zugehört werden. Auch eifrig mitmachen war angesagt. Durch gemeinsames Pusten wurde die Feder von einem Tier zum anderen getragen oder gemeinsam mit dem Eichhörnchen wütend auf den Boden gestampft.

Die Vorschulkinder erfuhren von der "Fliege-Ziege", dass nicht jeder, der eine besondere Begabung habe, ein Angeber sei, und es sich auch mit jemandem, der anders sei, gut spielen lasse. Eine Geschichte, die, wie die Autorin meinte, Kindern Mut mache, ihr Selbst zu achten.

Am Ende suchte sich jedes Kind aus der Lese-Schatztruhe ein Buch aus und begann darin zu schmökern. Die Auswahl fiel bei dem breiten Angebot an spannenden Büchern schwer. Ein einmaliges Erlebnis und ein Autogramm der Autorin Heidemarie Brosche nahmen die Kinder nach diesem besonderen Kindergartentag mit nach Hause.

Von Stefan Maurer
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