Donnerstag, 15. November 2018
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Ilmmünster schafft neues Spielgerät für knapp 20000 Euro an - und vergibt kostenschwere Arbeiten für das Kinderhaus

Gemeinde investiert für die Kleinen

Ilmmünster
erstellt am 07.11.2018 um 16:47 Uhr
aktualisiert am 11.11.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Ilmmünster (PK) Der Spielplatz Scheyrer Feld bekommt ein neues Klettergerät samt Rutsche. Das hat der Gemeinderat am Dienstagabend beschlossen. Die Gemeinde will hier knapp 20000 Euro investieren. Auf mehrere 100000 Euro summieren sich die Aufträge, die für das geplante Kinderhaus vergeben worden sind.
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Auf dem Spielplatz Scheyrer Feld steht momentan kein Klettergerüst. Neben der Schaukel (im Hintergrund) soll nun ein Turm samt Hangrutsche angeschafft werden.
Auf dem Spielplatz Scheyrer Feld steht momentan kein Klettergerüst. Neben der Schaukel (im Hintergrund) soll nun ein Turm samt Hangrutsche angeschafft werden.
Straßer
Ilmmünster
Auf dem Spielplatz stand bisher bereits ein Klettergerüst. "Das alte Spielgerät war aus Holz", erklärte Bürgermeister Anton Steinberger (CSU). "Es war in einem desolaten Zustand, deshalb haben es die Gemeindearbeiter schon vor einiger Zeit abgebaut." Sechs Modelle hatte nun Brigitte Wallner (CSU) mit dem Bauamt als möglichen Ersatz ausgewählt - die Preise lagen zwischen gut 19000 und 28000 Euro. Zur Auswahl standen Geräte mit einem Kletterturm, mit zweien, aus Holz, Edelstahl und Recyclingmaterial. Wallner selbst favorisierte einen Kletterturm mit mehreren Aufstiegsmöglichkeiten, dazu eine Hangrutsche aus Rollen - fällig wären hierfür gut 20300 Euro. "Die Firma verwendet hier Recyclingmaterial", erklärte sie. "Die Rollenrutsche ist wie eine Traglrutsche."

Gerade bei dieser Rutsche allerdings sahen die anderen Gemeinderäte ein Problem. "Solche Rollen sind ziemlich laut", sagte Thomas Preitschopf (FWG). Das sahen auch die anderen Gremiumsmitglieder so. "Das wäre ärgerlich, wenn es anschließend Beschwerden von den Nachbarn gibt", sagte Steinberger. Daher ging nun der Vorschlag hin zu zwar demselben Kletterturm aber statt der Rollenrutsche eine klassische Hangrutsche.

Sebastian Wagner (CSU) kommentierte: "Der Preis ist bei allen Modellen gigantisch." Wie Wallner erklärte, wäre bei den Summer allerdings jeweils der Aufbau des Geräts inklusiv. Letztlich stimmte das Gremium einhellig dafür, das Gerät aus Recyclingmaterial für 19172 Euro anzuschaffen.

Um einiges teurer als erwartet fallen zudem die ersten Bauarbeiten am künftigen Kinderhaus aus. "Eigentlich habe ich ja in der letzten Sitzung von euch die Ermächtigung bekommen, dass ich den Auftrag vergebe", sagte Bürgermeister Steinberger mit Blick auf die Abbruch- und Erdarbeiten. "Aber da es jetzt so deutlich über der Kostenberechnung ist, wollte ich damit nochmal ins Gremium." Der bisherige Ilmmünsterer Bauhof soll Anfang 2019 abgerissen werden, an dieser Stelle planen die Gemeinden Ilmmünster und Hettenshausen ein gemeinsames Gebäude für Kinderkrippe und -garten.

Die Gemeinde Ilmmünster hatte nun für die Abbruch- und Erdarbeiten neun Firmen kontaktiert - nur zwei Unternehmen reichten Angebote ein. Der wirtschaftlichste Bieter bezifferte die Ausgaben dabei auf gut 234000 Euro und liegt damit insgesamt etwa 38 Prozent über der eigentlichen Kostenberechnung. Die zweite Firma hatte gut 301000 Euro veranschlagt, was einer Kostensteigerung von fast 77 Prozent entspricht. Wie die Architektin Rita Obereisenbuchner auf Anfrage der Gemeinde erklärte, seien die Kosten für Entsorgung und Beprobung gestiegen, daher weichen die Angebote entsprechend von der Berechnung ab. "Das ist ein stattlicher Betrag", sagte Steinberger. "Aber es bleibt uns nichts anderes übrig, sonst würden wir die Bauarbeiten stoppen." Auf Nachfrage von Franz Baumann (CSU) erklärte Steinberger, dass es für diese Arbeiten keine besonderen Fördergelder gibt: Es wird letztlich pro geschaffenem Betreuungsplatz bezuschusst. Schließlich stimmte der Gemeinderat einhellig dafür, die Arbeiten für 234000 Euro an die Firma Hechinger zu vergeben.

Seit der jüngsten Sitzung sind außerdem die Baumeisterarbeiten für das Kinderhaus vergeben: Die Firma Bamag aus Reichertshofen übernimmt diese Aufgabe für gut 564000 Euro. "Das liegt sechs Prozent über der Kostenberechnung", sagte Steinberger. Diese Steigerung sei wegen eines anderen Stahlpreises entstanden.
Claudia Lodermeyer