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Verdienste als Pfarrherrn

Geisenfeld
erstellt am 15.09.2017 um 21:34 Uhr
aktualisiert am 20.09.2017 um 03:33 Uhr | x gelesen
Geisenfeld (zur) Den örtlichen Pfarrern ist auch in Geisenfeld schon immer große öffentliche Wertschätzung entgegengebracht worden - was sich auch in den Straßennamen widerspiegelt. Teil sieben unserer Serie befasst sich mit den Geistlichen, die in Geisenfeld selbst wirkten, den Pfarrern in den Ortsteilen widmet sich dann ein weiterer Teil.
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Geisenfeld: Verdienste als Pfarrherrn
Franz Heldmann wirkte von 1947 bis 1968 als Pfarrer in Geisenfeld. - Foto: Stadtarchiv Geisenfeld
Geisenfeld

n Leonhard Cranz: Dieser war von 1599 bis 1632 Pfarrer und Dekan in Geisenfeld, er stiftete 1631 12 000 Gulden zur Förderung des Priesternachwuchses. Das Geld wurde auf je sechs Stipendien für Studenten aus Hohenwart und Geisenfeld verteilt. Wie Heimatforscher Ludwig Sommerer anhand von Einträgen in historischen Lehenbüchern nachweist, darf "Herr Leonhardt Khranz Dechant seligen" auch als Stifter des Spitals gelten. Denn er gibt laut Urkunde "von ainem Hauß, so vorhero 2 Hofstötten gwest, darauß ain Spital". Die Cranz gewidmete Gasse wurde im Marktplan von 1860 noch als "Enggäßchen" geführt.

  • Max Sigl: Er war von 1934 bis zu seinem Tod 1947 Pfarrer in Geisenfeld, und als solcher kommt ihm ein großes Verdienst zu: Am 28. April, kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges, erreichte er durch persönliche Verhandlungen mit den US-Truppen die kampflose Übergabe von Geisenfeld und verhinderte so unnötiges Blutvergießen und Zerstörung. Schon in den Jahren zuvor hatte er sich gegen die Nazis gestellt. Nachdem er in einem Pfarrblatt Ansichten vertreten hatte, die den Machthabern nicht genehm waren, wurde er mit dem Drucker Hans Weinmayer vor Gericht gestellt. Beide erhalten eine Geldstrafe, alternativ einige Tage Haft. 1941 wurde dem Pfarrer wegen "abträglicher Äußerungen" der Religionsunterricht verboten.
 
  • Franz Heldmann: In Tirschenreuth 1902 geboren, wirkte Franz Heldmann von 1947 bis 1968 als Pfarrer in Geisenfeld. 1926 zum Priester geweiht, wurde er 1934 als Expositus nach Ilmendorf beordert und übernahm nach dem Tod von Pfarrer Max Sigl die Pfarrstelle in Geisenfeld. In seine Amtszeit fällt die Einweihung des neuen Kinderheimes im Oktober 1957, die Erneuerung des Daches der Stadtpfarrkirche im Jahr 1964 sowie die Umgestaltung der Rundkapelle im Jahr 1967. Heldmann wirkte ab 1956 als Dekan des Kapitels Geisenfeld und erhielt 1960 von Erzbischof Michael Buchberger den Ehrentitel "Bischöflicher Geistlicher Rat". Wegen seines Einsatzes für katholische Christen im kommunistischen Jugoslawien wurde ihm von Bischof Uicic der Titel "Konsistorialrat von Belgrad" verliehen. Nach dem Eintritt in den Ruhestand war der Geistliche weiterhin als Pfarrprovisor in Ainau tätig. Heldmann verstarb nach über 50-jähriger Priestertätigkeit im November 1976.
Von Magdalena Zurek
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