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Familienbande ist zum 14. Mal beim 24-Stunden-Lauf dabei – Etwa 950 Läufer und Walker gemeldet

"Süchtig" nach dem Startschuss

Geisenfeld
erstellt am 24.09.2013 um 22:06 Uhr
aktualisiert am 31.01.2017 um 21:52 Uhr | x gelesen
Geisenfeld (GZ) Resi Neumaier gehört zu den „Süchtigen“. Zu jenen, die es alle Jahre kaum erwarten können, bis der Startschuss zum 24-Stunden-Lauf fällt – so wie an diesem Freitag. Knapp die Hälfte von Neumaiers 24-köpfiger Läufergruppe „Familienbande“ ist seit dem allerersten Lauf vor 13 Jahren dabei.
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Geisenfeld: "Süchtig" nach dem Startschuss
Die „Familienbande“ ist vielleicht nicht die schnellste aller teilnehmenden Läufergruppen, aber sicherlich eine der lustigsten. In den ersten Jahren des Laufes ging man schon mal als Scheich mit Harem oder als Asterix und Obelix ins Rennen - Foto: Archiv GZ
Geisenfeld
„Das Gruppenerlebnis, die Geselligkeit, der Austausch mit den anderen Teams – das macht schon süchtig“, erzählt die 57-Jährige. Sie ist mittlerweile die Älteste in der Läufergruppe, die sich aus vier befreundeten Geisenfelder Familien gebildet hat. „Unser jüngster Starter ist fünf Jahre alt“, erzählt Resi Neumaier, bei der wie bei der ganzen Truppe nicht der Leistungsaspekt im Vordergrund steht, sondern „die Gaudi“. Und so ist man bei den ersten 24-Stunden-Läufen, als noch ein Preis für die am schönsten kostümierte Läufergruppe ausgesetzt war, schon mal als Asterix und Obelix oder als Ölscheich mit Harem mitgelaufen.

Natürlich sei es aber auch ein schöner Nebenaspekt, dass man etwas für seine Gesundheit tut, betont Resi Neumaier. Ab Mitte Mai wird zweimal pro Woche auf den Lauf hintrainiert, wobei es aber keinen Trainingszwang gibt, wie Ehemann Lorenz ergänzt, der zu den Gründern der „Familienbande“ zählt. Als Belohnung dafür, dass man den Lauf ein weiteres Mal geschafft hat, gönnt sich die Familienbande jedes Jahr ein großes Abschlussessen.

Vorher gilt es für sie freilich am Freitag, die Laufschuhe zu schnüren – so wie für alle rund 950 Starter, die sich heuer in 32 Läufer- und fünf Walkergruppen angemeldet haben. Dazu kommen noch fünf Einzelstarter, die sich vorgenommen haben, alleine 24 Stunden lang „durchzulaufen“ – und auf der 1,85 Kilometer langen Strecke Runde um Runde zu drehen. Und dies wieder für einen guten Zweck. In diesen fließen ein Euro von jeder Startgebühr sowie die Sponsorgelder für die erlaufenen Kilometer. Das Geld teilen sich heuer das Ernsgadener Regenbogen-Heim für psychisch behinderte Menschen und das Projekt „Lacrima“, das trauernde Kinder und Jugendliche betreut.

Der Startschuss fällt am Freitag um 17 Uhr, und zwar wieder unter der Schirmherrschaft von Landrat Martin Wolf (CSU). Dieser spendiert der besten teilnehmenden Schülermannschaft wieder 500 Euro.

Ausdrücklich weist die Vereinsvorsitzende Gudrun Eberle darauf hin, „dass unser Lauf als Ereignis für die gesamte Bevölkerung gedacht ist“. So seien auch Zuschauer eingeladen, sich die vielen Schmankerl schmecken zu lassen, die von der Läuferküche zu familienfreundlichen Preisen angeboten werden. Auch zum Rahmenprogramm, das von 14 bis 17 Uhr im Greiner-Zelt über die Bühne geht, ist die gesamte Bevölkerung willkommen. Hier zeigen zwei Kinder- und Jugendtanzgruppen sowie eine Bauchtanzgruppe ihr Können, es gibt ein Kinderschminken,und erstmals mit dabei ist die Bläsergruppe der Realschule Geisenfeld, die für die musikalische Umrahmung sorgt.

Von Gerhard Kohlhuber
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