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Lesung von Autor Wolfgang Koch im Mittelalter-Ambiente macht Lust auf Lektüre

Mit Steinschleuder, Kotte und Filzhut

Geisenfeld
erstellt am 22.10.2017 um 19:05 Uhr
aktualisiert am 26.10.2017 um 03:33 Uhr | x gelesen
Geisenfeld (zur) Ein Autor, der "aus dem Nähkästchen plaudert" - bei der Lesung von Wolfgang Koch am Wochenende im Geisenfelder Rathaussaal war das kein bloßes Klischee, stand selbiges doch sichtbar auf dem Lesepult. Gefüllt war es mit spannenden Auszügen aus dem neuesten Werk des Nöttingers: "Der Schatten des Erbfeinds".
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Geisenfeld: Mit Steinschleuder, Kotte und Filzhut
Der Autor Wolfgang Koch beim Signieren seiner Bücher, umgeben von selbst gefertigten Requisiten im Mittelalter-Stil. - Foto: Zurek
Geisenfeld

Dabei handelt es sich um den dritten Teil einer Roman-Serie, die den Pilgermönch Johannes in geheimer Mission auf seiner abenteuerlichen Reise nach Santiago de Compostela begleitet. Viel zur Vorgeschichte musste Koch nicht erzählen, waren die meisten Zuhörer doch bestens vertraut mit den Ereignissen aus den beiden vorherigen Bänden "Ilmgrund" und "Wolfsgrube". Nun also machten "Flickerl" aus besagtem Kästchen neugierig auf das Folgewerk, das diesmal im Frankreich der Inquisition angesiedelt ist.

Der Plot verwebt das Schicksal zwielichtiger Gestalten wie des Chevalier de Manuel mit jenem von Johannes und seiner geliebten Magdalena - erbitterte Kämpfe, eine mysteriöse Schatzsuche, Verfolgungsjagden und das teuflische Treiben finsterer Mächte inklusive. Atmosphärisch dicht und von beindruckender Fantasie getragen waren die Szenen, die Koch exemplarisch vortrug - den für die Geschichte zentralen Hexentanz ließ er dabei aus, ist der doch ein "Zuckerl" für die heimische Lektüre.

Obendrein verriet der 54-Jährige einiges über seine akribische Recherche und die Quellen seiner Inspiration - von einer Reinkarnationshypnose bis hin zu den Eindrücken vielfacher Reisen. Selbst gefertigte Requisiten - darunter eine Steinschleuder, Pfeil und Bogen, Kotte und Filzhut - zeugten von der Leidenschaft, mit der Koch das Beschriebene "begreifbar" machen möchte.

Mit bestechender Authentizität spielten die Celtic Troubadours zwischen den Lese-Einheiten mit Landsknechttrommel, Thüringer Waldzither, Schäferpfeife und Geige auf.

Bereits in der Pause standen viele Besucher für ein vom Autor signiertes, druckfrisches Exemplar des im Carl-Gerber Verlag zum Preis von 19,90 Euro erschienen Romans an. Über ein Frei-Exemplar aus den Händen von Verlagsleiter Daniel Hinter durfte sich Josef Machacek als Gewinner des Gartenschau-Quiz freuen.

Von Magdalena Zurek
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