Dienstag, 21. August 2018
Lade Login-Box.

Geschickte Bastlerin: Ida Hausler aus Geisenfeld feiert runden Geburtstag mit ihrer Familie

Ein Sonnenschein mit 90 Jahren

Geisenfeld
erstellt am 12.06.2018 um 17:58 Uhr
aktualisiert am 16.06.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Geisenfeld (hwv) Immer freundlich, wo und wann man ihr begegnet: So kennen alle Geisenfelder ihre Ida Hausler seit eh und je.
Textgröße
Drucken
Danke für die Glückwünsche: Ida Hausler an der Seite ihres Sohnes Fritz beim Händeschütteln mit Christian Staudter.
Danke für die Glückwünsche: Ida Hausler an der Seite ihres Sohnes Fritz beim Händeschütteln mit Christian Staudter.
Foto: Hollweck
Geisenfeld
Das ist auch mit 90 Jahren so, die sie am vergangenen Wochenende vollendet hat. Ein Jubeltag, der mit ihrer Großfamilie gebührend gefeiert wurde.

Der Stammbaum mit ihrem vor vier Jahren leider verstorbenen Ehemann Fritz, hat sich weit verzweigt: zwei Kinder, fünf Enkelkinder und drei Urenkel. Im Jahre 2010 konnte die Jubilarin mit ihrem Fritz die Diamantene Hochzeit feiern. "Sie und keine andere", sagte seine Stimme des Herzens, als er das hübsche Mädel beim Birnthaler-Gartenfest 1949 das erste Mal sah. Und ein Jahr darauf wurde geheiratet. Ida Nießner, wie die Jubilarin mit Geburtsnamen hieß, wurde in Doberseik am Fuße des Altvatergebirges geboren. Sie hat die Bürgerschule sowie die Aufnahmeprüfung in die Lehrerbildungsanstalt erfolgreich abgeschlossen. Doch dann kam sozusagen über Nacht alles anders. Am 2. Juni 1946 musste die Mutter mit ihren Töchtern Ida und Hilde und nur ganz wenig Gepäck die Heimat verlassen. Im Transportwaggon ging es aus dem Sudetenland direkt nach Rohrbach, wo die kleine Familie im früheren Reichsarbeitsdienstlager eine neue Heimat fand. Die Männer aus dem Heimatdorf wurden damals gesondert zusammengehalten - mit unbekanntem Ziel ihrer "Verwendung". Ein kurzer Abschied - das war die letzte Erinnerung an ihren Vater.

Durch Arbeit und mit viel Fleiß schafften es die Hauslers, dass sie bereits 1959 ins eigene Haus einziehen konnten. Mit ihrem Ehemann, der gut bekannt war als handwerklicher Nothelfer oder Christbaumständerproduzent, hat die Jubilarin den VdK-Christkindlstand mit Stickereien und Bastelarbeiten bereichert. Durch den frühen Tod der Schwiegertochter war die Jubilarin für die Enkelkinder Oma, Mutter und Helferin in allen Lagen. Wenn Ida Hausler zu erzählen beginnt aus früheren Jahren, da sind vor allem die schneereichen Winter in guter Erinnerung und die langen Schulwege in die Bürgerschule mit rund acht Kilometern Länge.

In Geisenfeld hat sie ihre Einkäufe immer mit dem Radl erledigt. Das ist ihr mittlerweile aber dann doch etwas zu beschwerlich geworden. Schwester Hilde hilft ihr dann mit dem Auto aus, und auch Sohn Fritz und Enkel Markus sind mit im Haus. Im Namen der Stadt überbrachte Bürgermeister Christian Staudter die Glückwünsche - zusammen mit einer Urkunde und einem Geschenk.
Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

Kommentare geben die Meinung des Verfassers wieder. Für die Inhalte übernimmt donaukurier.de keinerlei Verantwortung und Haftung. weitere Informationen
Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie eingeloggt sein!