Sonntag, 18. November 2018
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Mit einem Festakt am 17. November feiert der TV Geisenfeld sein 125-jähriges Bestehen

"Dienstleister in Sachen Sport"

Geisenfeld
erstellt am 09.11.2018 um 14:24 Uhr
aktualisiert am 14.11.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Geisenfeld (rry/kog) "Der Turnverein ist heute ein Dienstleister in Sachen Sport, der jedoch seinen Traditionen verpflichtet bleibt." - Das sagt der Vorsitzende Harald Bruckmeier über den größten Geisenfelder Verein, der heuer auf eine 125-jährige Geschichte zurückblicken kann. Gefeiert wird dies in kleinerem Rahmen mit einem Festakt für geladene Gäste am Samstag, 17. November, im Geisenfelder Hof.
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Bei der Präsentation der 2004 auf dem Dachboden der TV-Halle wiederentdeckten Fahne von 1896: Josef Humpel (von links), Rudolf Zurth, der mittlerweile verstorbene Albert Koller und Josef Finkel. Frisch restauriert wird das edle Tuch beim Jubiläums-Festakt am Samstag, 17. November, präsentiert.
Bei der Präsentation der 2004 auf dem Dachboden der TV-Halle wiederentdeckten Fahne von 1896: Josef Humpel (von links), Rudolf Zurth, der mittlerweile verstorbene Albert Koller und Josef Finkel. Frisch restauriert wird das edle Tuch beim Jubiläums-Festakt am Samstag, 17. November, präsentiert.
Archiv GZ
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Zu der Jubiläumsfeier eingeladen wurde auch eine Reihe von Ehrengästen. So haben der Präsident des Bayerischen Landessportverbandes (BLSV), Jörg Ammon, und der Vorsitzende des Turnbezirks Oberbayern, Klaus Kellner, ihr Kommen zugesagt. Den Landkreis wird Vizelandrat Anton Westner vertreten, die Stadt Geisenfeld repräsentieren Bürgermeister Christian Staudter und sein Stellvertreter, Sportreferent Alfons Gigl.

"Unsere Gäste erwartet an diesem Abend ein besonderer Höhepunkt", verspricht TV-Boss Bruckmeier. "Wir werden unsere beiden frisch restaurierten historischen Fahnen aus den Jahren 1893 und 1895 der Öffentlichkeit präsentieren." Eine Auferstehung nach mehr als acht Jahrzehnten "Dornröschenschlaf" erlebt dabei die "95er-Fahne". Sie ist ein besonders wertvolles Tuch, wie Fachleute bestätigt haben, das nach dem Zweiten Weltkrieg verschwunden blieb und erst im Zuge der Renovierungsarbeiten im Jahre 2004 auf dem Dachboden der TV-Halle wiederentdeckt wurde. "Diese beiden Fahnen wirken wie ein Band, das die Gegenwart mit der reichen Geschichte des TV verbindet", sagt der Vorsitzende. Wieder eingesegnet werden die Vereinsfahnen, die einen Ehrenplatz im Foyer der TV-Halle bekommen, im Rahmen des Gottesdienstes am 6. Januar zum Auftakt der Schäfflertanz-Saison 2019.

Die Geschichte des Turnvereins begann mit einem Dämmerschoppen am 3. März 1893 in der Dorfwirtschaft zu Gaden, wo 22 junge Burschen den Verein aus der Taufe hoben. An dem besagten Gründungsabend wählten die 22 Mitglieder Lukas Bauer aus ihrer Mitte zum Vorsitzenden. Ihm sollten bis heute 18 TV-Chefs folgen. Seit 32 Jahren führt Harald Bruckmeier den Traditionsverein.

So richtig los mit der Entwicklung des TV hin zu einem Mehrspartenverein ging es mit Beginn der 1970er Jahre, als die Tennis- und die Skiabteilung gegründet wurden. Schnell überschritt die Mitgliederzahl die Tausender-Marke. Als dann 1978 die Surfer dazukamen, war die Grenze zu 1500 Mitgliedern erreicht. Bis heute kamen weitere Sparten hinzu: Herzsport (1982), Leichtathletik (1979), Tischtennis (1990), die Kindergarde (2000), Karate (2002) und zuletzt Triathlon (2007). Nicht halten konnten sich zum Bedauern der TV-Führung die 1981 gegründete Basketballabteilung und die Volleyballabteilung (1975).
Die Mitgliederzahlen stiegen bis heute auf fast 2000 Sportler. Von diesen ist rund ein Drittel jünger als 18 Jahre, fast die Hälfte ist nicht älter als 27 Jahre. Die demographische Entwicklung macht aber auch vom TV nicht halt: 328 Mitglieder jenseits der 60 bedeuten einen Anteil von fast 17 Prozent. 927 Männer stehen 1029 Frauen gegenüber, was einer Frauenquote von 52,6 Prozent entsprich. Mitte der 1990er Jahre lagen die Männer noch mit fast 55 Prozent vorne.
 
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