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Baar-Ebenhausen
erstellt am 16.05.2018 um 18:25 Uhr
aktualisiert am 19.05.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Baar-Ebenhausen (PK) Neben einer Reihe von Bauanfragen und der geplanten Erweiterung der GSB (Bericht folgt), war auch das Energieeffizient-Netzwerk für Kommunen Thema in der jüngsten Gemeinderatssitzung.
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Baar-Ebenhausen ist seit einigen Jahren Mitglied in diesem Netzwerk von Kommunen und hat dort noch Kapazitäten frei. Auf Vorschlag der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden sollen alle kommunalen Gebäudedaten in eine webbasierte Plattform für Gebäudemanagement eingepflegt sowie Kindergarten, Schule und Sportheim mit Messtechnikkonzepten und Sensoren ausgestattet werden.

Damit können nicht nur alle wichtigen Daten wie Kaminkehrerprotokolle, Baujahr oder Sanierungen und Reparaturen auf einen Blick erfasst werden. Die Sensoren in den drei oben genannten Gebäuden liefern Messergebnisse in Echtzeit und würden beispielsweise auf einen Wasserrohrbruch schnell aufmerksam machen. Für die Beschäftigten im Rathaus bedeute die Digitalisierung eine Arbeitserleichterung und -einsparung. Die Kosten für das Projekt liegen bei gut 38000 Euro, die Hälfte wird vom Freistaat bezuschusst. Markus Brautsch von der Hochschule erläuterte den Räten eingehend das Projekt. Am Netzwerk Energieeffizienz sind im Landkreis Pfaffenhofen noch Vohburg, Geisenfeld und Wolnzach beteiligt.

Recht unterschiedlich fielen die Reaktionen aus. "Die Zusammenarbeit war ja bisher keine Erfolgsstory", sagte Kurt Mirlach (CSU). Der Dritte Bürgermeister der Gemeinde bezeichnete die Arbeit mit Brautsch im Hinblick auf die Schule sogar als "fast schon desaströs". Die Gemeinde habe letztendlich draufgezahlt. Das wollte der Hochschullehrer nicht so stehen lassen und wies alle Vorwürfe zurück. Man sei bei den Fachplanungen nicht mehr dabei gewesen, argumentierte Brautsch. Mirlach wollte auch Genaueres über den Nutzen des Projekts erfahren. Wie Brautsch erklärte, werde sich das Projekt nicht amortisieren.

Als unverzichtbar bezeichnete CSU-Fraktionschef Christian Aschenbrenner den geplanten Einstieg in die digitale Gebäudeverwaltung. Rathauschef Ludwig Wayand (CSU) hofft auf eine gewisse Energieeinsparung. Während für die ersten beiden Jahre keine zusätzlichen Gelder anfallen, muss die Gemeinde anschließend mit jährlichen Folgekosten von fast 4000 Euro rechnen, so Brautsch auf Anfrage von Brigitta Winkelmann, Mitglied der SPD-Fraktion. Letztlich befürworteten die Räte das Projekt einstimmig.

Das Gremium brachte noch einige weitere Vorhaben auf den Weg. So wurden für die Planungen zur Sanierung der Rampen zur Brücke über die B13 und die Bahn schon jetzt Mittel in Höhe von gut einer halben Million genehmigt, obwohl die Arbeiten erst nächstes Jahr beginnen. Außerdem erhält der Bauhof einen neuen Traktor.
Bernhard Pehl
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