Donnerstag, 17. Januar 2019
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Zwei Rehe schwer verletzt liegen gelassen

Wilderer in Puch

Puch
erstellt am 10.01.2019 um 16:14 Uhr
aktualisiert am 14.01.2019 um 03:33 Uhr | x gelesen
Puch (jh/wed) Ein Fall von Jagdwilderei und Tierquälerei liegt allem Anschein nach im Jagdrevier Puch vor. Zwei Rehkitze wurden dort im Wald so schwer verletzt, dass sie nur noch getötet werden konnten, sagte einer der für das Revier zuständigen Jäger unserer Zeitung. Er fand die Tiere am bereits am 30. Dezember in dem Waldstück.
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Zwei Rehe wurden bei Puch von Wilderern geschossen. (Symbolbild)
Zwei Rehe wurden bei Puch von Wilderern geschossen. (Symbolbild)
Stratenschulte/dpa
Puch


"Sie lagen am Boden, konnten sich nicht mehr fortbewegen", schilderte der Jäger den Fund. Er habe die Tiere nur noch mit einem sogenannten Fangschuss von ihrem Leiden erlösen können. Die anschließende Untersuchung habe dann deutlich gezeigt, dass die schweren Verletzungen der Tiere durch jeweils einen Schuss aus einer kleinkalibrigen Waffe ausgelöst worden waren.

Die Polizei in Pfaffenhofen bestätigte den Eingang einer entsprechenden Anzeige und ermittelt nun gegen Unbekannt wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz und wegen Jagdwilderei. Als Tatzeit wurde die Nacht zum 30. Dezember angegeben. Eine heiße Spur oder Hinweise auf den oder die Täter gebe es bislang noch nicht, sagte ein Polizeisprecher auf Anfrage. Gefunden wurden die Tiere bei Puch nördlich der Kreisstraße PAF33.

Von "Wildererromatik", wie sie dem als waidgerecht geltenden Wildschützen Jennerwein oftmals nachgesagt wird, kann demnach in solchen Fällen nicht die Rede sein. Vielmehr handelt es sich um eine Straftat, von der laut Kriminalitätsstatistik in Deutschland jährlich mehr als tausend Fälle erfasst werden. Das Strafrecht sieht für derartige Vergehen Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren vor. Hinweise nimmt die Polizeidienststelle Pfaffenhofen unter (08441) 80950 entgegen.
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