Freitag, 21. September 2018
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Lisa-Marie Seitz spricht über ihre ersten Eindrücke und Aufgaben als Barthelmarktkönigin 2018

Nichts für schüchterne Gemüter

Pörnbach
erstellt am 12.09.2018 um 14:50 Uhr
aktualisiert am 16.09.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Pörnbach (PK) Lisa-Marie Seitz ist die Barthelmarktkönigin 2018. Die 21-jährige Pörnbacherin setzte sich gegen sieben andere Anwärterinnen auf den Thron durch. Sie legte ihre Schüchternheit ab und erfüllte sich einen lang gehegten Wunsch.
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Das Zepter in der Hand hält in diesem Jahr Lisa-Marie Seitz aus Pörnbach. Als Barthelmarktkönigin 2018 repsäsentiert sie auf vielen Volksfesten die Region.
Das Zepter in der Hand hält in diesem Jahr Lisa-Marie Seitz aus Pörnbach. Als Barthelmarktkönigin 2018 repsäsentiert sie auf vielen Volksfesten die Region.
Blum
Pörnbach
Sie sind die neue Barthelmarktkönigin 2018. War es schon immer Ihr Traum und wie kam es dazu?

Lisa-Marie Seitz: Also, ein Traum war es jetzt nicht unbedingt. Aber ich hab es mir schon im vergangenen Jahr überlegt, habe mich aber dann noch nicht so getraut. Es ist halt doch was anderes, wenn man dann auf die Bühne gehen und vor so vielen Leuten reden muss. Aber dieses Jahr habe ich den Mut aufgebracht. Meine Freundin Lena ist Spargelkönigin. Sie ist ja auch aus Pörnbach und ich habe sie bei vielen ihrer Auftritten begleitet und es hat mir total gut gefallen. Also habe ich mich beworben.

Wieso ausgerechnet der Barthelmarkt?

Seitz: Ich finde der Barthelmarkt ist das allerschönste Volksfest hier in der Region. Ich freue mich immer das ganze Jahr darauf. Mein Opa sagt auch immer ?Lisa, wenn du, nicht auf den Barthelmarkt gehen würdest, dann gäbs den gar nicht.' Es ist jedes Jahr wieder schön, weil man so viele Leute trifft, denen man sonst nie begegnet. Das ist immer wieder ein tolles Erlebnis.

Wie lief die Wahl für Sie ab?

Seitz: Man kann sich ja während des Barthelmarkts und vorher online anmelden. Ich habe mich schon vorher im Internet beworben. Die Wahl selber habe ich mir schlimmer vorgestellt, als es eigentlich war. Zuerst wurden wir vorgestellt, dann musste man auch selbst etwas über sich erzählen. Ich habe mich gegen sieben weitere Kandidaten durchsetzen müssen. Und habe die Wahl anscheinend mit Abstand gewonnen.

Der Barthelmarkt findet ja nur einmal im Jahr statt. Was macht man das ganze Jahr über?

Seitz: Ich repräsentiere natürlich nicht nur den Barthelmarkt, sondern auch die Region. Dazu werde ich von den anderen Produktköniginnen eingeladen und bin vor allem jetzt noch auf vielen der Volksfeste in der Umgebung dabei. Es geht vor allem darum, überall dabei zu sein und sich sehen zu lassen. Im Winter ist es dann eher ruhig, aber man hat trotzdem einiges zu tun.

Und was haben Sie als neue Barthelmarktkönigin alles erlebt?

Seitz: Ich bin ja am Sonntag gewählt worden und war am Montag in der Früh gleich beim Rossmarkt dabei. Natürlich zum Barthelmarkt-Lied-Singen und um die Leute zu begrüßen. Dann war ich schon auf dem Gillamoos in Abensberg. Am vergangenen Freitag stand dann der Volksfestauszug in Pfaffenhofen an. Das war mein erster Auszug und es war echt super schön. Am Donnerstag bin ich dann auch wieder bei der Königinnenwahl in Pfaffenhofen dabei.

Wie schaffen Sie alles unter einen Hut zu bringen?

Seitz: Ich arbeite Vollzeit als Friseurin, aber es geht schon. Meine Chefin unterstützt mich total dabei. Wenn es nicht zu kurzfristig ist, dann bekomme ich immer frei. Manchmal gibt es aber sehr spontane Termine, da muss man ein bisschen schauen. Aber normalerweise klappt das immer. Meine Chefin zahlt mir ein außerdem auch ein Dirndl und sponsort meine Autogrammkarten.

Am Donnerstag wird ja auch in Pfaffenhofen die Volksfestkönigin gewählt. Gibt es bestimmte Voraussetzungen, die man erfüllen muss?

Seitz: Ich glaube nicht unbedingt. Man sollte auf jeden Fall Bairisch reden können. Man sollte auch gerne unterwegs sein und furtgehen. Und vor allem sollte man gerne Dirndl tragen. Dadurch, dass man mit sehr vielen Leuten sprechen muss, sollte man nicht unbedingt schüchtern sein.

Gibt es etwas, worauf Sie bei diesem Job verzichten könnten? Nach dem Motto "die Schattenseiten des Königinnen-Daseins"?

Seitz: An sich nicht. Bei der Wahl waren einige Mitstreiterinnen dann schon neidisch. Da kam auch der ein oder andere Kommentar. Aber ich denke, das ist bei einem Wettbewerb und besonders bei einer Königinnenwahl ganz normal. Da muss man drüber stehen. Sonst ist alles sehr schön bis jetzt. Ansonsten gibt es nicht, worauf ich verzichten könnte - vielleicht auf die hohen Schuhe. Die sind zwar keine Pflicht, aber alle anderen tragen auch Absätze. Außerdem bin ich eh schon so klein und da kommen die Absätze schon gelegen.

Was machen Sie gerne in Ihrer Freizeit, abgesehen von ihrem Job als Friseurin und Barthelmarktkönigin?

Seitz: In meiner freien Zeit treffe ich mich gerne mit Freunden zum ratschen. Wir gehen auch gerne sehr viel furt. Ich sitze nicht gerne daheim rum, das ist mir zu langweilig. Dann gehe ich noch zum Kickboxen und Shoppen. Im Sommer bin ich auf so gut wie jedem Volksfest. Im Winter geht es dann auf den Christkindlmarkt.

Die Fragen stellte Tina Blum.
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