Samstag, 22. September 2018
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Stadt startet Verfahren für Wohnbauprojekt an der Raiffeisenstraße

Baurecht für die Genossen

Pfaffenhofen
erstellt am 14.06.2018 um 19:53 Uhr
aktualisiert am 17.06.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Pfaffenhofen (mck) Nicht nur ein erstes Bauleitplanverfahren für den genossenschaftlichen Wohnungsbau hat der Bauausschuss des Pfaffenhofener Stadtrats in seiner gestrigen Sitzung eingeleitet.
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Auch eine Verlängerung der Nutzung der Flüchtlingsunterkunft an der Senefelderstraße wurde kontrovers diskutiert.
  • Bei der neu gegründeten Wohnungsbau-Genossenschaft geht es ans Eingemachte: Der Bauausschuss hat gestern die Änderung des Bebauungsplans an der Raiffeisenstraße beschlossen, um auf dem dortigen freien Grundstück neben dem Getränkemarkt die Errichtung eines dreigeschossigen Wohnhauses mit 15 bis 18 Wohnungen baurechtlich zu ermöglichen. Bei der Überplanung soll das Flurstück, das derzeit größtenteils als Grünstreifen ausgewiesen ist, zum Mischgebiet werden. Ursprünglich wurde der ganze Straßenzug einmal als Industriegebiet ausgewiesen. "Es ist aber faktisch ein Gewerbegebiet geworden", fasste Bürgermeister Thomas Herker (SPD) die Situation zusammen. Und damit wäre der Weg frei, auch Wohnnutzung am nördlichen Rand Richtung Förnbach zuzulassen. Hans Prechter und Florian Schranz (beide CSU) warnten allerdings vor einem Konflikt durch Lärmprobleme: Durch die neue Wohnnutzung dürften die ansässigen Unternehmen nicht im Betrieb eingeschränkt werden: "Unsere Gewerbetreibenden müssen geschützt werden", so Schranz. Bürgermeister Herker versicherte, dass das im Verfahren selbstverständlich berücksichtigt werde. Und so fiel der Aufstellungsbeschluss einstimmig. Ist im Zuge des Verfahrens erst einmal Baurecht geschaffen, will die Genossenschaft die laufenden Pachtverhandlungen mit dem Grundstückseigentümer abschließen. Dieser hat nach Auskunft des Vorstands bereits die Absicht erklärt, das Grundstück für das Projekt zu überlassen. Und sobald die Tinte unter dem Pachtvertrag trocken ist, wird im Rahmen einer nicht öffentlichen Informationsveranstaltung für Interessenten das konkrete Projekt vorgestellt - voraussichtlich am 2. Juli. Laut stellvertretendem Vorsitzenden Markus Käser haben sich bereits über 70 potenzielle Genossen gemeldet.
 
  • Der Landkreis will den Betrieb der Asylunterkunft an der Senefelderstraße im Gewerbegebiet Sandkrippenfeld über den kommenden Oktober hinaus noch bis 11. Oktober 2019 verlängern. Doch dem entsprechenden Antrag konnte der Bauausschuss gestern nicht nachkommen: Der Kreis müsse erst zusichern, dass die geltenden Lärmkontingente eingehalten werden, sonst verweigere die Stadt ihre Zustimmung. Grund für diese einstimmige Entscheidung sind Bedenken einiger Räte: "Die Nachbarn werden durch nächtlichen Lärm erheblich belästigt", sagte Altbürgermeister Hans Prechter (CSU). Außerdem sei seitens des Kreises zugesagt worden, dass die Unterkunft nur drei Jahre betrieben werde - und diese Frist ende eigentlich bereits im November 2018, weil der Kreis die Unterkunft schon lange vor der baurechtlichen Genehmigung genutzt habe. Auch Max Hechinger (FW) bestätigte die Lärmprobleme. Reinhard Haiplik (ÖDP) hingegen versicherte, dass es sich um die Asylunterkunft handle, "bei der sich die Probleme am meisten in Grenzen halten", weshalb sich viele Anliegerbedenken längst zerstreut und als haltlos erwiesen hätten. Kommt der Landkreis nun jedenfalls der Forderung der Stadt nach, könnte er vorbehaltlich der zu erwartenden Genehmigung durch das Landratsamts seinen Mietvertrag noch einmal um ein Jahr verlängern. Danach aber müsste Schluss sein: Eine solche befristete Nutzungsänderung von Gewerbeimmobilien in Gewerbe- und Industriegebieten zur Unterbringung von Flüchtlingen und Asylbewerbern ist laut Baugesetz ausnahmsweise längstens drei Jahre möglich. Die Nutzung war 2016 erstmals auf zwei Jahre für bis zu 56 Personen genehmigt worden. Für das letzte Nutzungsjahr geht das Landratsamt aber nur noch von einer maximalen Belegung mit 46 Personen aus. Derzeit leben 42 Menschen in dem Gebäude.
 
  • Stadtbaumeister Gerald Baumann kündigte mehrere Sperrungen wegen der Verlegung von Glasfaserleitungen in der Innenstadt an: Ab sofort bis 19. Juni wird die Ingolstädter Straße im Bereich des Rentamts halbseitig gesperrt, der Verkehr stadteinwärts wird über den Hofberg umgeleitet. Außerdem wird der Gehweg vom Rentamt bis zur Einmündung der Kellerstraße auf Höhe Retzlaff von kommendem Samstag bis 29. Juni gesperrt. Wegen der Arbeiten ist auch eine kurzzeitige Vollsperrung der Kellerstraße vom 20. auf den 21. Juni notwendig.
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