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Visueller Vortrag: Der Rohrbacher Weltenbummler Gerhard Mann hat die Insel Kuba erkundet

"Als wäre die Zeit stehen geblieben"

Rohrbach
erstellt am 13.01.2019 um 19:10 Uhr
aktualisiert am 17.01.2019 um 03:33 Uhr | x gelesen
Rohrbach (era) Den Rohrbacher Weltenbummler Gerhard Mann hat es diesmal nicht in die Einsamkeit Zentralasiens verschlagen, sondern in die Karibik auf die Insel Kuba.
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Farblich abgestimmt: Ein Auto fährt am Malecon in Havanna entlang.
Farblich abgestimmt: Ein Auto fährt am Malecon in Havanna entlang.
Gerhard Mann
Rohrbach
Etwa 100 interessierte Zuhörer hielt Mann mit seinem Vortrag in Bann und als er fragte, ob schon jemand in Kuba war, hoben sich doch einige Hände. Bereits zum sechsten Mal hat Mann seine Zuhörer im Fahlenbacher Sportheim visuell mit auf seine Reisen genommen, dieses Mal aber nicht in ruhige Gefilde, sondern auf eine Insel, die durch den Tourismus stark geprägt ist.

Havanna war die erste Etappe, eine Stadt voller Lebensfreude mit einer alten Innenstadt, wo die Leute im Freien sitzen, sich unterhalten, trinken, die Kinder auf der Straße spielen. "Hier gibt es noch eine total lebendige Nachbarschaft", erzählt Mann. Ein tolles Fotomotiv bieten immer die vielen bunten Oldtimer, die durch die Straßen ziehen und einen an die lang zurückliegenden 50iger Jahre erinnern: "Als wenn die Zeit stehengeblieben wäre. "

"Was mir persönlich ja nicht so gut gefällt. " Mann arbeitet seit Langem in Moldavien als Englischlehrer und versucht mit den gesammelten Spendengeldern, die Armut in Moldavien etwas zu lindern.

Auf seiner Reise kam Mann auch an die Weltkulturerbestätte Valle de Vinales, die zu den schönsten Landschaften Kubas zählt, "aber touristisch sehr überlaufen ist". Er wollte dann auf eine Insel fliegen, doch das Flugzeug war kaputt, zwei Wochen später ist dann ein Flieger abgestürzt. "Ich glaub ich hab da Riesenglück gehabt", sagt er.

Dann wollte er mit dem Zug in den Süden fahren, auch da hatte er Pech, der Zug ging nicht, so musste er eben mit dem Bus fahren: "Es ist schon alles noch ein bisschen rückständig dort. " Internet gab es eigentlich nur auf öffentlichen Plätzen und man hatte schon Glück, wenn man sich eine Stunde Internetzugang für einen Dollar kaufen konnte. "Da war ich schon einige Tage vom Rest der Welt abgeschnitten. "

Die Reise ging weiter nach Santiago de Cuba, wo bedeutend weniger Touristen waren, da fand der Weltenbummler es richtig schön, "und da hatte ich das Gefühl, das ist das echte Kuba". Kuba ist auch heute noch ein armes Land, die Leute leben hauptsächlich von den Touristen, denen sie auch einiges zu bieten haben, so Mann: Herrliche Tropenstrände, Naturschönheiten wie El Nicho, zwei Wasserfälle im Nationalpark zwischen Cienfuegos und Trinidad, in einem dicht bewaldeten Mittelgebirge. "Man fühlt sich wie im Urwald, das war schon ein Höhepubkt, einfach atemberaubend schön. " Zuckerrohrplantagen prägen natürlich ebenfalls die Landschaft.

Auch Trinidad besuchte Mann: "Die Altstadt mit ihren alten Kolonialbauten ist wunderschön, riesige Häuser, die alle kunterbunt sind, aber dort waren fast nur Touristen", so Mann.

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