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Vohburg führt die gesplittete Gebühr ein - Informationsabend für Bürger am 13. Juni

Abwasser ist nicht gleich Abwasser

Vohburg
erstellt am 16.05.2018 um 18:25 Uhr
aktualisiert am 20.05.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Vohburg (PK) Zum 1. Januar 2019 wird in Vohburg die gesplittete Abwassergebühr eingeführt. Bei der Stadtratssitzung am Dienstagabend hat das Ingenieurbüro Wipfler die Details dazu vorgestellt. Für die meisten Bürger dürfte sich nur wenig ändern. Für Verbrauchermärkte wird es dagegen wohl deutlich teurer.
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Regenwasser fließt in die Kanalisation: Das verursacht Kosten und daran werden die Bürger künftig beteiligt. Ab 1. Januar führt die Stadt Vohburg die gesplittete Abwassergebühr ein, das ist gesetzlich vorgeschrieben.
Regenwasser fließt in die Kanalisation: Das verursacht Kosten und daran werden die Bürger künftig beteiligt. Ab 1. Januar führt die Stadt Vohburg die gesplittete Abwassergebühr ein, das ist gesetzlich vorgeschrieben.
Foto: Meßner
Vohburg
In den nächsten Tagen werden die Bürger in Vohburg Post von der Gemeinde erhalten. Es geht um die gesplittete Abwassergebühr. Bisher wurde alleine anhand des Trinkwasserverbrauchs die Gebühr berechnet. In Vohburg zahlen die Bürger derzeit 2,30 Euro pro Kubikmeter. Das Regenwasser, das über bebaute und befestigte Flächen auch in den Kanal geleitet wird, blieb bisher unberücksichtigt. Das ändert sich mit der neuen Berechnung. Es muss sowohl für das Schmutzwasser gezahlt werden als auch für das ins Kanalsystem geleitete Regenwasser. In der Summe dürfte sich - nach den Erfahrungswerten der Experten - wenig ändern. Die Gebühr für Oberflächenwasser kommt neu hinzu, die Schmutzwassergebühr wird dafür sinken.

In der Sitzung des Stadtrats hat Renate van Olfen vom Ingenierbüro Wipfler die Details präsentiert. Anhand von Luftbildern ist jedes Grundstück in Vohburg vermessen worden. Die Frage lautet: Wie viel Fläche ist bebaut oder befestigt? Das betrifft also sämtliche Gebäude wie Haus und Garage sowie Carports, Terrassen und die gepflasterten Flächen etwa für Zufahrten. Entscheidend ist, ob das Regenwasser in eine öffentliche Entwässerungseinrichtung eingeleitet wird oder auf dem Grundstück selbst versickert. Wer auf seinem Grundstück beispielsweise eine Zisterne verwendet, bekommt eine Ermäßigung. Dafür muss die Zisterne mindestens ein Fassungsvermögen von drei Kubikmetern haben, maximal werden zehn Kubikmeter gefördert.

Alle diese vom Ingenieurbüro gesammelten Informationen werden den Grundstückseigentümern in den nächsten Tagen per Post zugestellt, inklusive Lageplan und den daraus resultierenden Berechnungen. Sind die Annahmen aus Sicht des Eigentümers korrekt, muss er nichts weiter tun. Änderungen können vermerkt und an die Gemeinde zurückgeschickt werden. Wer Fragen hat, kann sich an die Stadtverwaltung wenden. Außerdem gibt es am 13. Juni eine Informationsveranstaltung im Kultur-Stadl, bei der van Olfen die gesplittete Abwassergebühr noch einmal vorstellen wird. Bis Mitte September sollen alle Fragen geklärt sein.

In Vohburg fallen jedes Jahr im Durchschnitt 850000 Euro an Kosten für die Abwasserbeseitigung an. Diese müssen auf die Bürger umgelegt werden. Bürgermeister Martin Schmid (SPD) geht davon aus, dass die gesplittete Abwassergebühr für eine gerechtere Verteilung sorgen wird. Er verweist auf das Beispiel der Verbrauchermärkte. Da ihr Trinkwasserverbrauch recht gering ist, haben sie relativ wenig bezahlt. Da sie aber wegen der Gebäude und der Parkplätze viel versiegelte Fläche haben, werden sie die Umstellung am deutlichsten spüren.
Markus Meßner
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