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"In Kunst steckt auch Spaß"

erstellt am 19.02.2007 um 18:42 Uhr
aktualisiert am 31.01.2017 um 16:09 Uhr | x gelesen
Pfaffenhofen (rs) Nein: Nach dem Einspruch des Wasserwirtschaftsamtes wird der alte Pfaffenhofener Stadttresor nicht golden lackiert und in der Ilm versenkt (PK berichtete). Doch obwohl sein geplanter Event ins Wasser fällt, ist der Pfaffenhofener Künstler Manfred Habl beileibe nicht am Boden zerstört. Ganz im Gegenteil: Er ist begeistert über die breite Debatte rund um die Kunst, die er mit seinem Vorschlag auslöste.
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Per E-Mail an den PK bedankte sich Habl gestern "bei allen, die sich bis jetzt und künftig an der Diskussion um die Kunst beteiligt haben und beteiligen werden." Sein als Vorstufe zu dem bayernweiten Projekt "Kunst()Räume Bayern 2008/Kunst im Fluss" gedachter Vorschlag habe in vielen Medien und Internetportalen, in Künstlerkreisen und bei zahlreichen Bürgern "hohe Wellen geschlagen", so Habl: "Und damit wurde der Zweck der Aktion – zu polarisieren – jetzt schon teilweise erreicht."

Jedenfalls habe Pfaffenhofen bei den Debatten um die Panzerschrank-Aktion "den Spaß entdeckt, der in der Kunst auch steckt", so Habl, der bereits weitere – und womöglich ähnlich provokante – Aktionen und Workshops vorbereitet. So startete er jetzt im Internet schon einen bayernweiten Aufruf an gleich gesinnte Aktionskünstler unter dem Motto "werft Eure Tresore raus und lackiert sie golden".

Außerdem könnte es durchaus sein, dass der Künstler das heutige Faschingstreiben auf dem Hauptplatz für eine spontane Performance nutzt: Den natürlich nicht ernst gemeinten Vorschlag von Sepp Grantlhuber in der jüngsten Samstags-Glosse des PK, beim bunten Treiben auf dem Hauptplatz auch eine Art "Künstlerfasching" zu veranstalten, bei dem Stadträte und sonstige Interessenten gegen eine Zehn-Euro-Spende für die Kulturarbeit mit mitgebrachten Planen und Spraydosen ihre eigenen Kunstwerke schaffen könnten, hält Habl jedenfalls für "eine geniale Idee": "Der Künstler ist auf alle Fälle anwesend!", kündigte er an, und ist nun gespannt, "wer denn da alles seinem Schaffensdrang und seiner Begeisterung für die Kunst nachkommt." Na dann: Helau, es lebe die Kunst – und die Gaudi auch.

 

Robert Schmidl
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