Sonntag, 23. September 2018
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Druckwelle soll Wasserwerk beschädigt haben

Explosion wohl schuld an Wasserverunreinigung in Weichering

Neuburg/Weichering
erstellt am 12.09.2018 um 14:08 Uhr
aktualisiert am 16.09.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Weichering/Neuburg (sja) Die Verunreinigung des Trinkwasser in einem Teil des nördlichen Landkreises Neuburg-Schrobenhausen ist wohl eine Folge der Explosion in der Bayernoil-Raffinerie in Vohburg gewesen. Davon gehen die Verantwortlichen bei der Arnbachgruppe, der für die Wasserversorgung in einem Großteil des Kreisgebiets zuständig ist, derzeit aus. Das Abkochgebot für rund 3500 Haushalte ist mittlerweile aufgehoben.
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Das Trinkwasser aus dem Weicheringer Werk ist mittlerweile wieder unbedenklich genießbar.
Das Trinkwasser aus dem Weicheringer Werk ist mittlerweile wieder unbedenklich genießbar.
Janda
Neuburg/Weichering
Die Vermutung der Verantwortlichen des Wasserversorgers ist, dass durch die Druckwelle der heftigen Explosion am 1. September bei Vohburg ein Riss in der Dachabdeckung des Weicheringer Wasserwerks entstanden ist. Genau diesen Riss haben Wassermeister Siegfried Hammer und sein Team am Mittwochvormittag entdeckt. "Darüber war ein Spechtloch mit Nest", so der Fachmann, der deshalb davon ausgeht, dass ein kleiner Teil Vogelkot in der Folge durch die gelöste Abdeckfolie ins Innere gefallen war. "Zeitlich passt das alles genau zusammen", erklärt er. Denn direkt unter dem Riss befindet sich die Entkalkungsanlage samt offenem Becken. Bereits zwei Tage nach der Explosion sei eine erste Verunreinigung mit E-Coli-Bakterien im Netz in Lichtenau festgestellt worden, "da war in Karlskron noch nichts im Wasser", so Hammer.

Rund eine Woche lang hatten die Bewohner von etwa 3500 Haushalten in der Folge ihr Trinkwasser abkochen müssen. Mittlerweile ist das Netz auf das Edelshausener Werk umgestellt worden. Die Anlage in Weichering bleibt noch eine Weile stillgelegt, denn Hammer und seine Kollegen nutzen diese Zwangspause nun zur Komplettreinigung. Danach wird es eine erneute Probenentnahme geben. Sollte sich dabei zeigen, dass alles in Ordnung ist, geht das Werk wieder in Betrieb.
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