Samstag, 20. Oktober 2018
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Beim Zeltlager des BDKJ Neuburg-Schrobenhausen in der Nähe von Wellheim dreht sich alles um das Thema Magie

Zauberhafte Woche

Wellheim
erstellt am 09.08.2018 um 18:21 Uhr
aktualisiert am 13.08.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Wellheim (DK)Von Samstag bis Donnerstag trafen sich 105 Kinder und rund 30 Jugendleiter auf einer Wiese zwischen Wellheim und Aicha im Urdonautal und verbrachten knapp eine Woche voller Magie. Anlass war das Zeltlager des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) Neuburg-Schrobenhausen.
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In atemberaubender Umgebung befindet sich das Zeltlager des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend mit Blick auf die Wellheimer Burg im Urdonautal (oben). Dort gibt es für die Kinder viel zu erleben, etwa eine Gruselnacht. Für das Essen sorgen die Betreuer in der Hexenküche (unten links). Franziska Hofmann vom Organisationsteam (unten rechts) freute sich über das gute Wetter.
In atemberaubender Umgebung befindet sich das Zeltlager des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend mit Blick auf die Wellheimer Burg im Urdonautal (oben). Dort gibt es für die Kinder viel zu erleben, etwa eine Gruselnacht. Für das Essen sorgen die Betreuer in der Hexenküche (unten links). Franziska Hofmann vom Organisationsteam (unten rechts) freute sich über das gute Wetter.
Fotos: Pruis-Obel
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Kerzen schweben wie von unsichtbarer Hand gehalten hoch über den Tischen des Speisesaals, ein magisches Gemurmel liegt in der Luft, hier und da fliegen Briefe über den Köpfen der Kinder. Feen bewundern ihre neuen Flügel, kleine Hexen üben mit dem Zauberstab oder betrachten konzentriert ihre Zauberkugel. Was anmutet wie eine Szene aus dem Leben des wohl berühmtesten Zauberlehrlings Harry Potter, ist in Wirklichkeit Ausschnitt aus einem Nachmittag beim Zeltlager des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) Neuburg-Schrobenhausen. Franziska Hofmann, Sprecherin des Organisationsteams, beschreibt den Ablauf: "Am Samstag wurden die Zelte aufgebaut. Anschließend konnten sich die Kinder bei gemeinsamen Spielen kennenlernen." Auch die obligatorische Campfahne sei wieder gehisst worden. Passend zum Thema ist sie diesmal mit einem fabelhaften Einhorn sowie einem Zauberbuch bemalt. "Sie ist das Herzstück des Zeltlagers." Drum herum reihen sich mehr als 50 Zelte, dazu kommt das eben beschriebene große Gemeinschaftszelt, in dem gegessen, gebastelt und gespielt wird. Außerdem gibt es ein Sanitätszelt sowie die "Hexenküche". Getränke erhalten die Teilnehmer in der "Trankschenke".
 
Fotos: Pruis-Obel
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Bei fast schon tropischen Temperaturen um die 35 Grad spenden die großen Pappeln, die die Wiese nach Süden hin abgrenzen, angenehmen und notwendigen Schatten. "Insgesamt ist das schöne Wetter schon in Ordnung", sagt Hofmann, "dadurch haben weniger Kinder Heimweh". Und für Notfälle habe man süße "Heimwehhexen", fügt sie augenzwinkernd an. "Die helfen immer."
 
Fotos: Pruis-Obel
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Die elfjährige Lena und ihre zwei Jahre jüngere Schwester Hanna sind zum ersten Mal mit dabei und finden das Zeltlager sehr schön. "Die Gruselwanderung im Wald war richtig cool", berichten sie. Und auch Lea und Emilia, die gemeinsam aus Ingolstadt angereist sind, schwärmen von der Gruselnacht mit Hexen und fliegenden Geistern. Schon lange im Voraus haben sich die Betreuer Spiele und Aktionen ausgedacht, die zum Thema Magie passen.
 
Fotos: Pruis-Obel
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Bei einer Stadtrallye in Eichstätt wurden die Kinder spielerisch in die Welt des Zauberers von Oz geschickt und mussten verschiedene Aufgaben erfüllen, ehe sie mit den im Spiel gewonnenen Freibadkarten wieder ins Hier und Heute zurückkehren und ins erfrischende Nass des Eichstätter Insel-bades eintauchen konnten, wie Hannah Schmid (20) erzählt. Sie ist schon seit neun Jahren mit dabei, erst als Teilnehmerin, seit fünf Jahren als Jugendleiterin. Viele ehemalige Teilnehmer schlüpfen irgendwann in die Rolle der Betreuer, die zwischen 16 und 25 Jahre alt sind. So auch Magdalena, die mit geschicktem Pinselschwung märchenhafte Ornamente auf den Handrücken eines Mädchens malt. Sie absolviert ihr zweites Zeltlager als Betreuerin. "Es ist zwar anstrengend, macht aber sehr viel Spaß."
 
Fotos: Pruis-Obel
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Auch das Geländespiel "Die Zauberer von Aicha" haben einige Betreuer in Anlehnung an das strategische Brettspiel "Siedler von Catan" selbst entwickelt. In Teamarbeit mussten die Kinder Rohstoffe sammeln, mit denen sie ihr virtuelles Dorf aufbauen konnten. Dazu trugen sie Wasser mit einem Schwamm von einem Eimer zum anderen, schossen mit Fußbällen leere Getränkekisten um, stellten ihre Schnellheit beim Schubkarrenrennen unter Beweis und schlugen zielsicher in einer vorgegebenen Zeit möglichst viele Nägel ein. Bei magischen Workshops konnten die Kinder bunte, mit Wolle umwickelte Zauberstäbe, Zauberkugeln aus Pappmaschee, Eulen aus Kieferzapfen, Elfenflügel und Pendel mit Holzperlen basteln.

Bereits zum 15. Mal findet das Zeltlager des BDKJ für acht- bis 15-jährige Kinder statt. Zum dritten Mal in Wellheim, denn man schätze die schöne Lage und vor allem die gute Infrastruktur sowie die unkomplizierte Zusammenarbeit mit dem Grundstücksbesitzer und der Gemeinde, wie Hofmann betont. Für zwei Jugendleiter ist dies allerdings vorerst das letzte Zeltlager. Carina Weidenhüller und Florian Grießer, die insgesamt sechs Jahre lang als Team in der Küche das Sagen hatten, haben sich dazu entschlossen, auch aus zeitlichen Gründen die herausfordernde Aufgabe in andere Hände abzugeben. Das Kochen für rund 150 Personen sei etwas ganz anderes als Kochen in der eigenen Küche, beschreibt Carina Weidenhüller, gerade hinsichtlich der Menüauswahl und der benötigten Mengen. Dass sie sehr gute Arbeit geleistet haben, bestätigt nicht nur Franziska Hofmann, sondern auch der elfjährige Simon, der zum ersten Mal beim Zeltlager teilnimmt. "Es gab Burger, und wir haben auch viele gesunde Sachen gegessen, wie Gemüse." Für Kuchen hatten Weidenhüller und Grießer auch gesorgt. Den gab es übrigens zur großen Geburtstagsfeier von Harry Potter.

Melanie Pruis-Obel
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