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Träger KJF sichert Stärkung des Standortes zu - Ulrike Kömpe ist neue Geschäftsführerin

"Wir stehen zu den Neuburger Kliniken"

Neuburg
erstellt am 05.04.2018 um 21:19 Uhr
aktualisiert am 09.04.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Neuburg (r) In den Kliniken St. Elisabeth hat ab sofort eine neue Geschäftsführung das Sagen. In der gestrigen Personalversammlung stellte sich Ulrike Kömpe vor. Die 54-jährige Klinik-Managerin aus Kiel übernimmt die Leitung von Krankenhaus und Kinderklinik. Der bisherige langjährige Geschäftsführer Günter Strobl hat nach Angaben des Trägers "das Unternehmen aus persönlichen Gründen verlassen."
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Sie leiten die Neuburger Kliniken (v.l.): Ärztlicher Direktor Dr. Bernhard Hoch, die neue Geschäftsführerin Ulrike Kömpe und Direktor Markus Mayer. Der neue Träger KJF betont, dass er seine oberbayerische Filiale stärken und ausbauen will.
Rein
Neuburg
Ulrike Kömpe hat 23 Jahre lang an der Uniklinik Kiel gearbeitet und zuletzt vier Jahre als Geschäftsführerin an der Helios Mariahilf Klinik in Hamburg. Mit den Erfahrungen im zeitweise umkämpften Wettbewerb von 35 medizinischen Häuser in der Hansestadt kommt sie jetzt nach Bayern. Die Protestantin und Mutter dreier Kinder will alsbald nach Neuburg umziehen.

Ihre neue Stellung empfindet sie als "Aufstieg" . Mit der Katholischen Jugendfürsorge der Diözese Augsburg (KJF) als Träger will sie die Kliniken St. Elisabeth mit 800 Beschäftigten "medizinisch und strategisch so hinstellen, dass sie die erste Adresse in der Gesundheits- und Medizinversorgung der Bevölkerung bleibt."

KJF-Direktor Markus Mayer sprach von einem "wichtigen Tag für unser Haus." Es war vor allem ein langer Tag, denn zusammen mit Dr. Bernhard Hoch, dem Ärztlichen Direktor der KJF, führte das Trio Gespräche mit Ärzten, besuchte OB und Landrat und stellte sich vor allem in der Personalversammlung den Fragen der Beschäftigten.

Bernhard Hoch bleibe bis 30. September parallel Geschäftsführer, danach übernimmt Ulrike Kömpe alleine die Neuburger Kliniken. Der Standort sei "ein wichtiger Baustein" im Verbund der KJF, "wir stehen zu dem Haus", versichert Bernhard Hoch. Die Grund- und Regelversorgung erweitert das Angebot der KJF, "und wir wollen diese Versorgung für den Landkreis stärken."

Bernhard Hoch verweist auf die Gastroenterologie und den Ausbau der Kardiologie. Das neue Herzkatheterlabor sei mit bisher 84 Untersuchungen in wenigen Wochen bestens angelaufen. Kinderklinik und Jugendpsychiatrie übernehmen überregionale Funktionen, Krankenpflegeschule und Ärzteausbildung sollen weiterentwickelt werden. Auch die Neuburger Kliniken suchen qualifizierte Fachärzte.

Die KJF versteht sich als Gesundheits- und Sozialdienstleister mit mehreren Kliniken und zugeordneten Einrichtungen in Schwaben und Oberbayern. Der Verband beschäftigt rund 5000 Mitarbeiter, die neben der Medizin im sozialen, beruflichen und schulischen Bereich "Hilfe in allen Lebenslagen" anbieten.

Zu den Fachkliniken gehören das Josefinum Augsburg mit weiteren Standorten in Kempten und Nördlingen sowie seit 1. Juni 2017 die Kliniken St. Elisabeth in Neuburg. In beiden Krankenhäusern werden Frauen, Kinder und Jugendliche unter einem Dach medizinisch betreut. Augsburg und Neuburg verfügen über ein Perinatalzentrum der höchsten Versorgungsstufe mit 4200 Geburten pro Jahr. Mit den Kliniken St. Elisabeth in Neuburg ist die KJF erstmals mit der Inneren Medizin mit den Bereichen Gastroenterologie und Kardiologie, Allgemein-, Thorax- und Viszeralchirurgie, Unfallchirurgie und Orthopädie erweitert worden. Dazu gehören ferner ein Interdisziplinäres Schmerzzentrum und sowie ein Sozialpädiatrisches Zentrum, ein MVZ sowie Belegabteilungen und Konsiliarärzte.
Die KJF-Fachkliniken verfügen über rund 700 Betten mit etwa 1900 Ärzten, Pflegekräften, Therapeuten und weiteren Mitarbeitern. Sie betreuen jährlich etwa 71 000 Patienten.
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