Montag, 10. Dezember 2018
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Weitere Überflutung der Münchener Straße ärgert Anwohner - 30 Feuerwehreinsätze

"Wir sind der Polder der Unterstadt"

Neuburg
erstellt am 12.06.2018 um 19:44 Uhr
aktualisiert am 16.06.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Neuburg (r) Starkregen über der Stadt und ein Gewittersturm, der den Wald im Norden kräftig durchschüttelte - Neuburg war am Montagabend erstmals in diesem Jahr massiv von einer Unwetterfront getroffen worden.
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Es ist nichts Schlimmes passiert, aber es gab viel Arbeit in überschwemmten Kellern und auf kurzzeitig überfluteten Straße. Die Freiwillige Feuerwehr Neuburg war von 19.30 Uhr bis gegen Mitternacht unterwegs und übernahm rund 30 Einsätze, berichtet Kommandant Markus Rieß.
Die Münchener Straße als Fluss ? ein ungewohntes Bild (oben). Die Kanalisation war am Montagabend an dieser Stelle ein weiteres Mal überfordert. Das starke Gewitter, im Bild bei Bittenbrunn, flutete auch die St. Andreasstraße und  riss vereinzelt Bäume um.
Die Münchener Straße als Fluss ? ein ungewohntes Bild (oben). Die Kanalisation war am Montagabend an dieser Stelle ein weiteres Mal überfordert. Das starke Gewitter, im Bild bei Bittenbrunn, flutete auch die St. Andreasstraße und riss vereinzelt Bäume um.
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Schätzungsweise 50 Liter Regenwasser pro Quadratmeter prasselten in einer halben Stunde auf die Stadt. Wie gestern berichtet, verwandelte sich die Münchener Straße zwischen Postamt und Oswaldplatz kurzzeitig in einen kleinen Fluss. Die Kanalisation mit ihren Pumpwerken schaffte die Wassermassen nicht mehr. "Wir sind hier der Hochwasserpolder für die Untere Stadt", schimpfte Anwohner Hans-Jürgen Rudolph. Entweder reiche die Kanalkapazität nicht aus oder die Pumpen springen zu spät an, so seine Vermutung. Im Juli 2016 hatte es eine ähnliche Überflutung in der Münchener Straße gegeben, an diesem tiefsten Punkt der Unteren Stadt.
 
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Dass dagegen die St.Andreasstraße zum rauschenden Bach wird, hatten die Anlieger in dieser Form noch nicht erlebt. In Höhe des Kreisbauhofes drückte das Wasser aus den Kanaldeckeln hoch, strömte regelrecht über die Fahrbahn und suchte sich einen Weg durch private Gärten. "Es hat kurzzeitig wie eine Sintflut ausgesehen", schildert Anlieger Franz Schlamp seine Eindrücke. Die Feuerwehr sperrte die Straße mit ihren Lastwagen ab und pumpte später auch das Wasser aus der Senke der Ostendunterführung.
 
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In etlichen Kellern von Wohnhäusern sammelte sich das Regenwasser - von einigen Zentimetern bis zu 30 Zentimeter Höhe. Die Feuerwehren pumpten es ab, soweit es ging. Zur Verstärung hatte die Leitstelle Ingolstadt die Sirenen in Ried, Bittenbrunn, Bergen und Riedensheim heulen lassen und die jeweiligen Wehren in die Stadt geschickt. Sie kümmerten sich um Wasser in den Kellern und einige umgestürzte Bäume. So waren in Stepperg und Rohrenfels entwurzelte Stämme zu beseitigen, in Ried übernahmen Feuerwehr und Stadtbauhof noch am Dienstag einen gespaltenen Baum.
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