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Baustelle am Finkenstein läuft wieder an - Radler müssen bis 2019 Umleitung in Kauf nehmen

Weiterhin keine Durchfahrt

Neuburg
erstellt am 16.05.2018 um 18:52 Uhr
aktualisiert am 20.05.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Neuburg (DK) Seit gut zwei Jahren gibt es die Baustelle am Finkenstein. Seitdem ist die Durchfahrt für Fahrradfahrer gesperrt und sie müssen einen langen Umweg in Kauf nehmen. Ein Bauzaun, der den Weg versperrte, fehlt mittlerweile. Doch das bedeutet nicht, dass der Weg wieder frei ist.
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Der Zaun ist mittlerweile weg: Trotzdem werden Fahrradfahrer heuer wieder die Umleitung nehmen müssen.
Der Zaun ist mittlerweile weg: Trotzdem werden Fahrradfahrer heuer wieder die Umleitung nehmen müssen.
Foto: Leurs
Neuburg

"Der Bauzaun steht nicht mehr, weil er ständig umgerissen wurde", sagt Martin Mayer, Leiter des Wasserwirtschaftsamtes in Ingolstadt. Seine Behörde leitet die Bauarbeiten, die derzeit am Finkenstein stattfinden. Im vergangenen Jahr konnten die Arbeiten wegen eines Uhus erst am 1. Juli weitergeführt werden. Heuer gehen die Baufirmen schon etwas früher wieder ans Werk. "Jetzt im Mai geht es wieder los", so Mayer.

Dass die Fahrradfahrer nun mittlerweile im dritten Jahr einen größeren Umweg nehmen müssen, ist für den Neuburger Verkehrsreferenten Bernhard Pfahler "eine grundsätzlich schlechte Situation". Aber die Verantwortung liege beim Wasserwirtschaftsamt, das die Arbeiten am Finkenstein durchführt. "Und wenn sie sagen, man darf dort nicht durchfahren, dann geht das nicht", so Pfahler. Als Verkehrsreferent denkt Pfahler aber auch an die Radler. "Man muss schauen, dass die Strecke schnellstmöglich wieder hergestellt wird. Es wäre schön, wenn die Fahrradfahrer schon zum Sommeranfang im kommenden Jahr dort wieder fahren können. So ist das wirklich ein unglücklicher Zustand. "

Das sieht auch Bernhard Gmehling so, Oberbürgermeister und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Donau. Doch offiziell müsse der Radweg weiterhin gesperrt bleiben - leider. Er habe auch schon eine Beschwerde eines Bürgers erhalten. "Ich würde die Arbeiten an der Baustelle gerne beschleunigen", gibt das Stadtoberhaupt zu. Aus diesem Grund habe er auch bereits mit Thomas Zapf vom Wasserwirtschaftsamt gesprochen.

Doch zu einer Beschleunigung der Arbeiten wird es nicht kommen, wie Thomas Zapf auf Nachfrage bestätigt. "Wir arbeiten schon sehr unter Zeitdruck", so der Behördenmitarbeiter. Die Maßnahme sei relativ komplex. Aus diesem Grund könne das Wasserwirtschaftsamt die Arbeiten vor Ende 2019 nicht abschließen.

Derweil gehen die Baumaßnahmen weiter. "Die Arbeiten am Auslassbauwerk haben wieder angefangen", sagt Zapf. Im nächsten Monat sollen dann die Spundwände folgen und wenn der Zeitplan eingehalten werden kann, geht es dann mit der Betonwand und der Erhöhung des Trenndamms im August weiter. Mit der Umleitung werden die Fahrradfahrer aber noch das kommende Jahr leben müssen.
Thomas Leurs
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