Montag, 24. September 2018
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Stadt legt "Schlüssel" für den künftigen Hochschul-Ableger fest - Freistaat baut Tiefgarage

700 Parkplätze für den Campus

Neuburg
erstellt am 12.09.2018 um 19:15 Uhr
aktualisiert am 16.09.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Neuburg (r) 1200 Studenten und 250 Wohnheimplätze sieht die erste Ausbaustufe des "Campus Neuburg" der TH Ingolstadt bis 2023 vor. Deshalb will die Stadt rechtzeitig auch die Parkplatzfrage auf dem Gelände der ehemaligen Lassignykaserne an der Donauwörther Straße klären. Die Stadträte im Bauausschuss legten am Mittwoch einen Stellplatzschlüssel von "1:3" fest.
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Über 100 öffentliche Parkplätze auf dem Lassignygelände fallen bei der Neugestaltung weg.
Rein
Neuburg
Damit wären deutlich über 400 Pkw-Parkplätze einzurichten - 317 für die anreisenden Studenten und 125 für die 250 Wohnheimplätze. Darüberhinaus sind 250 Abstellmöglichkeiten für Fahrräder und 50 für Motorräder und Roller zu schaffen. Sollten eines Tages 2000 junge Leute in Neuburg studieren, werden zusätzlich 267 Parkplätze fällig. Diese Option müsse bereits jetzt eingeplant werden.

Einen weniger strengen Parkplatzschlüssel (1:5) wünscht sich die TH Ingolstadt. Die gleiche Norm wie am Hauptstandort müsste ausreichen, so TH-Kanzler Christian Müller, zumal ein Drittel der Studenten erfahrungsgemäß außerhalb der Hochschule arbeitet und lernt. Der Freistaat werde eine ausgedehnte Tiefgarage bauen, auch diese Kosten seien zu bedenken.

Mit einem geringeren Schlüssel für das Wohnheim können sich die Stadtpolitiker anfreunden, der Ausschuss bestand aber ansonsten einmütig auf dem Schlüssel 1:3. "Wir brauchen mehr Parkraum wie in der Großstadt, das lässt sich nicht wegzudiskutieren", so OB Bernhard Gmehling. Die Fraktionen äußern sich ähnlich. "Der Druck wird enorm werden, wir brauchen dringend Parkplätze", bekräftigt Verkehrsreferent Bernhard Pfahler (FW).

Viele Studenten aus dem näheren Umkreis wie Aichach oder Donauwörth werden später mit dem Auto zum Studium nach Neuburg fahren. Diese Vermutung legt auch eine Strukturanalyse nahe.

Dass es eng werden könnte, belegen auch die 105 Plätze auf der bestehenden öffentlichen Parkfläche. Sie fallen wegen der Neugestaltung des Geländes weg. Die städtische Bauverwaltung geht davon aus, dass man die 105 Parkplätze unbedingt andernorts ersetzen müsste. Dieser Verlust "reißt eine schwere Lücke", so der OB. Er geht davon aus, dass zusammen mit dem Landkreis eine Ersatzlösung gefunden wird. Die Suche wird schwierig, denn so interessant der innerstädtische Standort für den Campus ist, so knapp sind freie Flächen im Westviertel der Stadt.

Auch Kanzler Christian Müller ist zuversichtlich, die Parkfrage im Zuge der Neugestaltung gut zu klären. Das Thema werde komplett in den Architektenwettbewerb einfließen. Der Campus Neuburg ist politisch beschlossen, so der Kanzler, "und die Technische Hochschule Ingolstadt will das Projekt zu einem Erfolg machen."
 
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