Mittwoch, 14. November 2018
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Bei Hunderten Lehrern läuft in Bayern Ende Juli der Vertrag aus - wie sieht es in der Region aus?

Und in den Sommerferien dann arbeitslos

Neuburg
erstellt am 13.07.2018 um 18:02 Uhr
aktualisiert am 16.07.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Neuburg (DK) In wenigen Wochen beginnen die großen Sommerferien.
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Befristete Verträge bei Lehrern sind ? wie hier am Descartes-Gymnasium ? eher selten.
Befristete Verträge bei Lehrern sind - wie hier am Descartes-Gymnasium - eher selten.
Leurs
Neuburg
Während die Schüler sich auf sechs freie Wochen freuen können, sieht es für manche Lehrer oder Lehrerin düster aus. Deutschlandweit standen Tausende Lehrer im vergangenen Jahr über die Ferienzeit ohne Job da. 4900 waren es nach Zahlen des Jobcenters. Das war ein Plus von mehr als 50 Prozent. Wie sieht es in der Region Neuburg aus?

"In der Regel werden Lehrer nicht ausgestellt", sagt Ilse Stork, Leiterin des Staatlichen Schulamts Neuburg-Schrobenhausen. Sie ist für insgesamt 450 Lehrer aller Grund- und Mittelschulen im Landkreis zuständig. Bei Aushilfsverträgen sei es allerdings wieder anders. "Die sind von Haus aus befristet", sagt sie. Das wissen die Lehrer aber auch schon im Voraus. Wie viele Lehrer an den insgesamt 26 Schulen befristete Verträge haben, kann sie nicht sagen. "Es sind aber sehr wenige", betont Stork.

Auch am Descartes-Gymnasium ist die Zahl der Lehrer mit befristetem Vertrag eher gering. "In diesem Jahr gibt es eine Kollegin, bei der der Vertrag ausläuft", sagt Schulleiter Peter Seyberth auf Nachfrage. Diese habe bereits an anderer Stelle einen neuen Vertrag. Dass Lehrer nur befristet am Gymnasium angestellt sind, komme immer wieder mal vor, so Seyberth. "Es gibt für bestimmte Fächerkombinationen nur wenig Lehrer und dann müssen für einzelne Fächer Aushilfslehrer einspringen. " Die meisten Lehrer am Gymnasium seien jedoch verbeamtet, sagt er.

"Wir haben diese Situation in diesem Jahr Gott sei Dank nicht", sagt Sonja Kalisch, Rektorin der Paul-Winter-Realschule. Es komme aber auch an der Realschule vor, dass Aushilfslehrer mit befristeten Verträgen angestellt sind. "Oft bekommen sie dann aber im Anschluss eine feste Anstellung, etwa an einer anderen Schule", betont Kalisch.

Bayern Kultusministerium für Unterricht und Kultus bestätigt diese Aussage. In einem Pressebericht heißt es: "Unter den befristeten angestellten Lehrerinnen und Lehrern befinden sich auch diejenigen, die an der Zweitqualifizierungsmaßnahme des Ministeriums teilnehmen: Ihnen allen wird bei erfolgreichem Abschluss eine unbefristete Beamtenstelle in Aussicht gestellt. " Insgesamt seien laut Ministerium in Bayern 92 Prozent der angestellten Lehrer verbeamtet und drei Prozent unbefristet angestellt. Die restlichen fünf Prozent sind in einer befristeten Beschäftigung.
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