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Krippenplätze dringend gesucht - Neubau in Neuburg-Ost für vier Millionen - Eröffnung 2020

Stadt will das Kinderhaus "so schnell wie möglich"

Neuburg
erstellt am 16.05.2018 um 18:52 Uhr
aktualisiert am 20.05.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Neuburg (r) Die Stadt weist neue Kinderkrippen aus und baut jedes Jahr einen Kindergarten - aber die Plätze reichen immer noch nicht aus.
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Die Betreuung in Kinderkrippen ist zunehmend gefragt. Die Stadt Neuburg kann derzeit nicht allen Wünschen nachkommen und führt eine Warteliste. Abhilfe soll der Bau eines ?Kinderhauses? bringen.
Die Betreuung in Kinderkrippen ist zunehmend gefragt. Die Stadt Neuburg kann derzeit nicht allen Wünschen nachkommen und führt eine Warteliste. Abhilfe soll der Bau eines "Kinderhauses" bringen.
Foto: r
Neuburg
Vor allem Kinderkrippen sind gefragt, das Landratsamt hat die Kommune bereits schriftlich aufgefordert, den Bedarf abzudecken. Es gebe Wartelisten, "die Not ist da", erklärte Ordnungsamtsleiterin Birgit Peter-Fest den Stadträten.

Der Bau eines Kinderhauses neben den Stadtwerken in Neuburg-Ost soll zum Befreiungsschlag werden. Das Projekt ist mit vier Millionen Euro im Haushalt angemeldet, das Stadtbauamt hat einen ansprechenden Entwurf vorgelegt. Der Zeitplan sieht allerdings vor, dass erst im Herbst 2019 gebaut und das Haus Ende 2020 eröffnet wird.

Mit diesem Zeitablauf sind die Stadtpolitiker überhaupt nicht zufrieden. "Wir müssen definitiv schneller sein", verlangt Oberbürgermeister Bernhard Gmehling. Er verweist darauf, dass die BRK-Kinderkrippe in der Amalienschule im Juli 2020 aufgegeben werden müsse. Für den Betrieb bestehe nur eine befristete Erlaubnis.

"Wir brauchen drei Jahre für das Ding, wenn draußen die Hütte brennt", fragt sich CSU-Stadtrat Hans Mayr. Der Bauunternehmer versicherte seinen Kollegen, dass das Kinderhaus Anfang 2020 fertig sein könnte. Dazu allerdings müssten alle Genehmigungsverfahren im Vorfeld rasch erledigt werden. Die Vertreter des städtischen Bauamtes zweifelten allerdings daran, dass dieses Tempo durchzuhalten sei. "Zuerst brauchen wir Baurecht", so Ingenieur Alexander Regler, außerdem sei die naturschutzrechtliche Zustimmung des Landratsamtes anzustreben. Das Kinderhaus soll in einem bewaldeten Bereich entstehen, der nach Möglichkeit geschont werden soll.

Die Stadträte forderten die Verwaltung auf, die Naturschutzfragen bald abzuklären und die Ausschreibung 2019 zügig vorzubereiten. Die Baugenehmigung dürfte keine Probleme bereiten, so OB Bernhard Gmehling, "wir sind ja selbst Genehmigungsbehörde. " Die Stadt erwartet eine hohe Förderung durch den Freistaat Bayern.

Der Entwurf von Lorena Acosta und ihren Kollegen fand volle Zustimmung im Plenum. Das Kinderhaus soll in drei Modulbaukörpern in Holzständerbauweise errichtet werden. Eine gemeinsame Fläche verbindet die Einzelhäuser in einer "parkähnlichen Freianlage". Jedes Haus soll je zwei Gruppen aufnehmen, der dritte Bau könne bei Bedarf aufgestockt werden. Die Stadt will es also bei sechs Gruppen und maximal 110 Plätzen belassen , um eine optimale Betriebsführung zu ermöglichen. Krippe und Kindergarten sollen nicht getrennt, sondern die Schützlinge von ein bis sechs Jahren möglichst gemeinsam betreut werden. Das Projekt in Neuburg-Ost entsteht zur aktuellen Bedarfsdeckung sowie im Hinblick auf das geplante umfassende Baugebiet "Heckenweg" zwischen Grünauer und Heinrichsheimstraße.
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