Dienstag, 13. November 2018
Lade Login-Box.

39. Auflage am kommenden Wochenende in der Oberen Stadt - Handwerksqualität und Bauernmarkt

Neue Anbieter beim Neuburger Töpfermarkt

Neuburg
erstellt am 12.09.2018 um 19:02 Uhr
aktualisiert am 15.09.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Neuburg (r) Form, Farbe und Funktion sind keine Grenzen mehr gesetzt - die Keramikermeister bieten phantasiereiche Kreationen neben klassischer Töpferware an.
Textgröße
Drucken
Diese Vielfalt steht an diesem Wochenende beim 39. Neuburger Töpfermarkt wieder im Vordergrund. Am Samstag und Sonntag erwarten die Veranstalter mehrere tausend Besucher in der Oberen Altstadt.

Organisatorin Claudia Unger hat 60 Werkstätten aus Deutschland und benachbarten Ländern eingeladen. Einige Stammgäste haben aus Altersgründen ihren Betrieb aufgegeben, dafür kommen neue Anbieter mit modernen Produktionen nach Neuburg. Handarbeit und Qualität sind die Stichworte. Claudia Unger bemüht sich seit Jahren um ein Angebot mit Niveau, "industrielle Massenware will ich hier nicht haben. "

"Gut und konstant" sei der Neuburger Markt, meint Keramikmeisterin Susann Babion aus Freiburg, seit 20 Jahren im Marstall präsent. In Freiburg und im Breisgau gebe es schöne Märkte, "der Süden schätzt Keramik. " Klaus Heigl sieht das Brot der Werkstätten, das Angehen gegen Industrieware und Internet als "hart verdient". Der Münchner Handwerksmeister bedauert den Nachwuchsmangel in seiner Branche. Aber einige junge Meisterinnen sind jetzt nachgerückt.

Einige davon werden am Wochenende in Neuburg vertreten sein. Wie immer verwandeln sich Marstall, Boxenstall und Innenhof in eine große "Börse" für Geschirr, Kannen, Vasen, Gartenschmuck, Badeassecoires und Skulpturen aller Art.

Ein Biergarten auf dem Ottheinrichplatz ergänzt den Bauernmarkt. Dort platziert Claudia Unger 25 Händler und Landwirte mit Brot, Käse, Wurst und Schinken, Obst, Gemüse, Herbstdekor, Schaffellen, Seifen, Bürsten und Flechtkörben. Familie Patz aus St. Peter in der Steiermark kommt seit 20 Jahren zum Neuburger Töpfermarkt und bringt für Stammkunden Kürbiskernöl und feine Liköre mit.

Altmeister Fritz Seebauer hatte den Neuburger Töpfermarkt, damals noch belächelt, 1979 eingeführt. Heute zählt er zur festen Größe im Terminkalender, obwohl die Anzahl ähnlicher Veranstaltungen gewachsen ist. Obwohl die Rendite bescheiden geworden ist, führt Claudia Unger die Tradition mit familiärer Unterstützung weiter.

Der Töpfermarkt öffnet am Samstag und Sonntag jeweils von 9 bis 18 Uhr, der Eintritt (ab 16 Jahren) kostet zwei Euro. Wegen erhöhter Sicherheitsauflagen sollte auf große Taschen und Rucksäcke verzichtet werden.
Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

Kommentare geben die Meinung des Verfassers wieder. Für die Inhalte übernimmt donaukurier.de keinerlei Verantwortung und Haftung. weitere Informationen
Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie eingeloggt sein!