Samstag, 23. Juni 2018
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Kaplan Muyunga und Fritz Goschenhofer sprechen zum Volkstrauertag

Sorge um Frieden in der Welt

Sehensand
erstellt am 13.11.2017 um 16:01 Uhr
aktualisiert am 17.11.2017 um 03:33 Uhr | x gelesen
Sehensand (lm) Sensibilisieren für die Verharmlosung von Gewalt und für die Würde eines jeden Menschen, ungeachtet seiner Herkunft oder Konfession - der Volkstrauertag hat für Fritz Goschenhofer als Sprecher der Stadt einen hohen Stellenwert. Er sprach zum vorgezogenen Volkstrauertag in Sehensand.
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Gedenken im Stadtteil Sehensand: Stadtkaplan Jerome Muyunga, Fritz Goschenhofer als Sprecher der Stadt und Ludwig Prosiegel für die Soldaten und Kameraden am Mahnmal auf dem Friedhof.
Gedenken im Stadtteil Sehensand: Stadtkaplan Jerome Muyunga, Fritz Goschenhofer als Sprecher der Stadt und Ludwig Prosiegel für die Soldaten und Kameraden am Mahnmal auf dem Friedhof.
Enghuber, Gerda, Neuburg
Sehensand

 

Stadtkaplan Jerome Muyunga, der erstmals den Gottesdienst zu dem in Sehensand festlich begangenen Gedenktag zelebrierte, wählte für seine Predigt den Leitspruch "vorbereitet sein". Für den Glauben wie für viele andere Situationen gelte, es gibt Dinge, die sich nicht im letzten Augenblick bloß erledigen lassen. Und der Geistliche wählte dazu einen sehr weltlichen wie einleuchtenden Vergleich. Niemand wisse, wann es brennt - aber die Feuerwehr stehe doch in ständiger Bereitschaft.

In Bereitschaft waren bei dem Gottesdienst Feuerwehr, Schützen wie der Soldaten- und Kameradenverein mit ihren Fahnenabordnungen. Maria Hunecker spielte an der Orgel, zum Totengedenken trat dann auch die örtliche Blaskapelle an. Witterungsbedingt wurden Rede und Gebete ins Kircheninnere verlegt, bevor Fritz Goschenhofer und Ludwig Prosiegel für die Kameraden gemeinsam den Kranz zum Ehrenmal auf dem Friedhof brachten.

Werden die Opfer nicht vor dem Vergessen bewahrt, "dann sind sie endgültig tot, dann kann ihr Schicksal keinem mehr etwas sagen". Fritz Goschenhofer erinnerte dabei an die gefallenen Soldaten und getöteten Zivilisten, aber ebenso an Männer und Frauen, "die ihren Widerstand gegen die Diktatur mit ihrem Leben büßen mussten; wir erinnern an Mitbürgerinnen und Mitbürger, die verfolgt und vernichtet wurden, weil sie als Juden oder Mitglieder ethnischer Minderheiten nicht in das rassistische Bild der Nazis passten".

Der sorgenvolle Blick galt aber auch der Gegenwart, wenn wieder Menschen um ihr Leben kämpfen und in ihrer Freiheit bedroht seien. Die Mahnung des Redners: "Flüchtlingsströme aus aller Welt sind unterwegs und machen eines deutlich - Frieden ist noch lange nicht!"

Josef Heumann
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