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Stadtteilmanagement versucht die Parksituation im Ostend und am Schwalbanger zu entschärfen

"Brennpunkte löschen"

Neuburg
erstellt am 16.03.2017 um 19:37 Uhr
aktualisiert am 20.03.2017 um 03:33 Uhr | x gelesen
Neuburg (DK) Das mit dem Parken ist in Neuburg ein Thema für sich - doch in den dicht bebauten Stadtteilen Ostend und Schwalbanger/Neufeld spitzt sich die Lage zu. Zu viele Fahrzeuge, zu wenig Parkplätze. Das Stadtteilmanagement sucht weiter nach Entschärfungspotenzialen.
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Neuburg: "Brennpunkte löschen"
Diskussion über die Ursachen der Parkplatz-Not in den beiden Neuburger Stadtteilen: Sozialpädagoge Jürgen Stickel im Gespräch. - Fotos: Stadtteilmanagement
Neuburg

Eine Lösung des Problems ist nicht in Sicht - zumal weiter verdichtet wird. Nun hat das Stadtteilmanagement gemeinsam mit dem Verkehrsreferenten der Stadt Neuburg einen Bürgerbeteiligungsprozess in die Wege geleitet.

Die Probleme sind sowohl im Ostend als auch im Schwalbanger/Neufeld die selben. Vor allem in den Abendstunden und am Wochenende dauert die Parkplatzsuche länger. "Die Ursache liegt vor allem in der fehlenden Stellplatzverordnung zum Zeitpunkt des Baus der Wohnanlagen. Aber auch die Gemütlichkeit der Bewohner, Zweckentfremdung von Garagen sowie fehlende Mitarbeiter- und Kundenparkplätze wurden genannt", erklärt Stadtteilmanager Jürgen Stickel. Gemeinsam mit seinem Kollegen Marek Hajduczek agiert der Sozialpädagoge als neutraler Moderator in diesem Bürgerbeteiligungsprozess.

Rund 30 Anwohner fanden nun den Weg in das Bürgerhaus Schwalbanger. "Wie bereits zuvor von den stadtteilansässigen Unternehmern und Einrichtungsleitern, wollten wir auch von den Anwohnern als Betroffene die Ist-Situation und mögliche Lösungsvorschläge wissen", erklärt Stickel. Und wo brennt es? Vor allem in der Richard-Wagner-Straße, aber auch Am Neufeld, Heugasse und An der Weiherleite fehlen Stellplätze. Als Lösungsvorschläge wurden, neben Neubau und Aufstockung von bestehenden Tiefgaragen sowie die Nutzung von Kundenparkplätzen etwa Am Schwalbanger 1 zu bestimmten Uhrzeiten, vor allem das Feld östlich der Richard-Wagner-Straße genannt. "Sowohl Unternehmer, Hausverwalter als auch Anwohner wünschen sich hier die Schaffung von Parkmöglichkeiten", so Stickel, der nun gemeinsam mit Hajduczek den Auftrag aus der Bevölkerung hat, alle Beteiligten an einen Tisch zu bringen und über die Lösungsvorschläge zu beraten.

Im Ostend ist man bereits ein paar Schritte weiter. Hier fand bereits das erste große Treffen statt. Über 40 Beteiligte und Betroffene - also Stadtteilbewohner, Unternehmer, Einrichtungsleiter, Stadträte aber auch Polizei, Feuerwehr, Bauhof und Stadtverwaltung - diskutierten über die Lösungsvorschläge aus den vorherigen Treffen. Beachtet wurden hierbei die rechtliche Situation, was fördertechnisch möglich ist und wie das städtebauliche Konzept aussieht. Der Volksfestplatz zum Beispiel kann nicht wie teilweise gewünscht als Parkplatz genutzt werden. Sonst müsste die Stadt Fördergelder zurückzahlen, denn der Volksfestplatz dient der Bevölkerung als Erholungs- und Freizeitfläche und wurde in den vergangenen Jahren immer wieder durch öffentliche Gelder aufgewertet. Potenzial sehen die Anwesenden auch auf der Pfarrwiese der St. Ulrich Kirche sowie auf dem Kirchenvorplatz gegenüber dem PaperShop. "Hier könnte zeitnah ein Gespräch mit den Verantwortlichen der Pfarrei sowie dem zuständigen Bistum Augsburg gesucht werden", erklärt Hajduczek. Aber auch Hausverwalter und Gewerbetreibende werden nochmals kontaktiert. "Nur wenn alle an einem Strang ziehen, können wir den ein oder anderen Brennpunkt löschen." Bis es soweit ist, werden noch einige Gespräche geführt. Unterstützung bekommt das Stadtteilmanagement dabei von motivierten Unternehmern und Stadtteilbewohnern.

Donaukurier
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