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Sex auf der Empore: Polizist vom Dienst suspendiert

erstellt am 02.01.2010 um 09:40 Uhr
aktualisiert am 06.12.2018 um 12:26 Uhr | x gelesen
Rennertshofen (dk) Der Vorfall um "Liebesspiele" auf der Empore der Pfarrkirche während eines Rosenkranzgebetes macht Schlagzeilen weit über Rennertshofen hinaus. Ein 25-jähriger Polizeibeamter aus dem Ort soll mit seiner Freundin beim Geschlechtsverkehr in der Kirche ertappt worden sein.
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Der Beamte wurde sofort "vorübergehend vom Dienst suspendiert", wie das Polizeipräsidium Oberbayern Nord dem DK auf Anfrage bestätigte. Der Vorwurf lautet auf Störung der Religionsausübung. Laut Paragraph 167 StGB kann dieser Straftatbestand mit Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden (siehe unten). Mit welchen Konsequenzen die Frau zu rechnen hat, ist noch nicht bekannt.
 
Pfarrkirche Rennertshofen
In der Empore der Pfarrkirche vergnügte sich während der Silvester-Frühmesse das Pärchen.
Wikipedia
Der Vorfall ereignete sich am Silvestermorgen gegen 8.30 Uhr in der Empore der Rennertshofener Pfarrkirche.  Weder die Polizei in Neuburg noch Pfarrer Nikolaus Maier wollten sich der Presse gegenüber näher äußern. Bekannt ist bislang lediglich, dass das Pärchen von einem Kirchenbesucher in flagranti erwischt wurde.
 
Der junge Polizeibeamte soll bereits wegen Beteiligung an Disco-Keilereien ermahnt worden sein. Es ist anzunehmen, dass an jenem Silvestermorgen der Alkohol eine Rolle gespielt hat. Jedenfalls gibt es Zeugen, die den 25-Jährigen mit seiner Freundin und weiteren Begleitern am frühen Morgen angeheitert in einem Café und zuvor auch in einer Kneipe gesehen haben. Nach durchzechter Nacht könnte das Paar dann auf die fatale Schnapsidee gekommen sein.
 

§ 167 Strafgesetzbuch

 
  1. Wer den Gottesdienst oder eine gottesdienstliche Handlung einer im Inland bestehenden Kirche oder anderen Religionsgesellschaft absichtlich und in grober Weist stört oder
  2. an einem Ort, der dem Gottesdienst einer solchen Religionsgesellschaft gewidmet ist, beschimpfenden Unfug verübt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.


In seiner Messe zum Jahresabschluss klagte der Geistliche Nikolaus Maier dann über mangelnden Anstand und das Ausleben von Trieben. Er sei erschüttert über die Zügellosigkeit und die Bereitschaft junger Leute, religiöse Gefühle so zu verletzen.
 
Eine offizielle Stellungnahme der Polizei soll im Laufe des heutigen Montags folgen.
 

dk
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