Montag, 18. Juni 2018
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Stadt verkauft und versteigert Düsseldorfer Sammlung Meyfarth-Statue von Arno Breker

Nachlass kommt unter den Hammer

Neuburg
erstellt am 29.02.2016 um 18:50 Uhr
aktualisiert am 31.01.2017 um 18:23 Uhr | x gelesen
Neuburg (r) Die Stadt als Kunsthändler: Am 13. März beginnt die erste Verkaufsausstellung in der Geschichte der Stadt Neuburg. Im Rathausfletz sind Hunderte von Skulpturen, Ölbildern und Grafiken aus einer Düsseldorfer Sammlung ausgestellt.
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Neuburg: Nachlass kommt unter den Hammer
Bronzestatuen und Ölbilder verkauft die Stadt Neuburg aus einer Düsseldorfer Sammlung. Nach der Ausstellung im Rathausfletz plant das Kulturamt noch eine kleine Auktion. - Foto: r
Neuburg

Das Kulturamt hofft auf regen Ausverkauf der Kunstgegenstände und schiebt für den Rest noch eine Versteigerung am 9. April nach. Fast alle Artikel sind mittlerweile aufgelistet, bewertet und mit Schätzpreisen versehen worden.

Ein vereidigter Sachverständiger aus Ingolstadt hat Bild für Bild, Skulptur für Skulptur betrachtet und mit einer Wertschätzung versehen. Herkunft und Nachweis des Künstlers haben sich nicht in allen Fällen klären lassen. Auch angenehme Überraschungen, was den Wert von Einzelstücken betrifft, seien leider ausgeblieben, sagt Kulturamtsleitern Kathrin Jacobs, "von acht bis 1400 Euro reichen die Bewertungen". Teuerstes Exemplar sei bisher eine Bronzebüste.

Wie mehrfach berichtet, hat die Stadt Neuburg die Sammlung von dem verstorbenen Kunstfreund Rolf Kurt Kessler aus Düsseldorf geerbt. Offenbar aus Verbundenheit hatte er die Donaustadt mit diesem Vermächtnis bedacht.

Der Nachlass ließ aufhorchen, weil einige Werke des berühmten Bildhauers Arno Breker (1900-1991) dazugehören. Die Stadt überließ die Tischskulpturen einem Düsseldorfer Auktionshaus zur Versteigerung. Sie soll im Frühjahr stattfinden. Einige wenige Breker-Stücke wie eine Bronzestatue von Doppelolympiasiegerin Ulrike Meyfarth-Nasse nahmen die Stadtvertreter mit nach Neuburg.

Es handle sich nicht um eine geschlossene Sammlung, "sondern eher um ein Sammelsurium", so die Einschätzung der Kulturamtsleiterin. Der Stadt fehle schlichtweg der Platz, um den Nachlass auf Dauer zu präsentieren. Deshalb habe sich der Kulturausschuss zum Verkauf entschlossen. Der erhoffte Erlös diene zur Restaurierung von Gemälden und zur Ausstattung eines fachgerechten Depots für städtischen Kunstbesitz. Damit entspreche man wohl auch dem Willen des Nachlassgebers.

Nach der Eröffnung am 13. März läuft die Nachlass-Ausstellung bis zum 3. April im Rathausfletz. In dieser Zeit können Besucher die Bilder und Figuren zum Angebotspreis käuflich erwerben. Es gebe Festpreise und kein Bieterverfahren. 100 ausgesuchte Artikel versteigert Stadtsprecher Bernhard Mahler am 9. April. Danach soll die Düsseldorfer Nachlass-Sache erledigt sein.

Von Winfried Rein
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