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Konzert der Musikschule macht den Zuhörern und den Akteuren auf der Bühne Freude

Mit Spaß bei der Sache

Neuburg
erstellt am 23.10.2017 um 18:55 Uhr
aktualisiert am 27.10.2017 um 03:33 Uhr | x gelesen
Neuburg (lm) Das Konzert der Musikschule in der Rennbahn war Leistungserweis und echter Spaßmacher - wobei das mit dem Spaß durchaus beidseitig gilt. Man sieht s, man hört s: Die auf der Bühne haben ihren Spaß an dem, was sie mit viel Können und mindestens so viel Wollen betreiben.
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Neuburg: Mit Spaß bei der Sache
Foto: Gerda Enghuber
Neuburg

Größe plus wachsende Vielfalt im Ausbildungsangebot, nicht minder wichtig natürlich die breite und ganz offensichtlich alterslose Begeisterung für dieses Angebot bringen es mit sich, dass die private Musikschule Neuburg auch ein spezielles Jazz-Konzert anbieten kann. Im Birdland Jazzkeller war dafür nicht mehr so recht Platz, terminlich und auch ganz wörtlich: Wohin mit all den Akteuren und erst recht mit der ganzen Zuhörerschaft?

Die Rennbahn und der dort wiedererstandene Saal sind der ideale Ort. Geben Swing und Blues vornehmlich den Ton bei dem Konzert an, leben in diesem Sound die alten Rennbahn-Zeiten wieder auf, als legendäre Bands spielten, rauschende Feste gefeiert wurden. Vergessene Zeiten? Irgendwo schon, aber auch nicht, wenn sich heute wieder mit Verve, Schmiss und jeder Menge Spaß auch eine 16-köpfige Big Band formiert, zwischen Swing und Latin die große Zeit mit aller gebotenen Retro-Patina höchst gegenwärtig werden lässt.

Auch der Nachwuchs, der sich den jegliche Einseitigkeit von vorn herein verbietenden Namen Jazzpopclub gegeben hat, hat den Blues schon im Blut oder in den Fingern. Mit natürgemäß mehr Impro-Feeling und Lust auch am Experiment sind die Herren Lehrer selbst zu Werk, suchen ganz wörtlich nach ihrer goldenen Mitte. Crossover zu Rock wie Musical sind nicht verboten, fetzt nur so fröhlichst beim sich auch im fremden Metier offensichtlich pudelwohl fühlenden Popchor. Lucie Schafferhans versucht sich da schon mal als Amy Winehouse. Und jetzt, nachdem immer mehr schon die zweite Generation übernimmt, bleibt Schulgründer Klaus Wasilesku, der sich anderntags auch brav unter den Geigern des Neuburger Kammerorchesters einreiht, wieder die Muße, mit dem Tenorsax alte Band-Zeiten ganz gegenwärtig in lebhafteste Erinnerung zu rufen. Der Chor sang hitverdächtig davon und der ganze Auftritt klang danach: Der Sound of Music war absolut Trumpf!

Von Gerda Enghuber
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