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Burgfunken-Chef Harald Zitzelsberger zieht sich zurück - 2019 wieder Faschingsumzug?

Paukenschlag nach dem Kehraus

Neuburg
erstellt am 14.02.2018 um 18:38 Uhr
aktualisiert am 18.02.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Neuburg (r) 100 Auftritte trotz Grippe und verstauchter Knöchel - die Neuburger Burgfunken haben im Kurz-Fasching 2018 eine glänzende Performance hingelegt. Am Aschermittwoch endete sie mit einem Knalleffekt: Präsident Harald Zitzelsberger zieht sich zurück und kandidiert nicht mehr.
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Neuburg: Paukenschlag nach dem Kehraus
Mit dem üblichen Geldbeutelauswaschen im Hallenbad beendeten die Burgfunken am Aschermittwoch die Narrensaison.
Rein
Neuburg

Mit dieser Ankündigung überraschte der 49-jährige Narrenchef bei der obligatorischen Schlüsselrückgabe auch Oberbürgermeister Bernhard Gmehling. "Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist, und dieser Punkt ist jetzt erreicht", erklärte der Präsident vor seiner versammelten Mannschaft im Sitzungssaal des Rathauses. Nach acht Jahren in der Vereinsführung ziehe er sich nun in die zweite Reihe zurück, so "Harry" Zitzelsberger. Er gehe fest davon aus, dass die Faschingsgesellschaft bei den Neuwahlen im Juni einen geeigneten Nachfolger wählen könne.

"Das kommt ein bisschen überraschend", kommentierte OB Bernhard Gmehling, er könne den Schritt angesichts des enormen Zeitaufwands jedoch nachvollziehen. Der Oberbürgermeister bedankte sich bei den "Botschaftern der guten Laune" für eine gelungene Saison 2017/18 mit vielen Höhepunkten. Vom Krönungsball bis zum Rosenmontagsabend hätten die Burgfunken stets Ehre für die Stadt Neuburg eingelegt. Das gelte für "die glänzenden Auftritte der Garden" und natürlich für die Prinzenpaare Andreas II. (Schottnar) und Verena I. (Klich) sowie das Kinderpaar Max I. (Ihm) und Hannah I. (Held). "Ihr habt eure Rollen perfekt ausgefüllt", so der Oberbürgermeister.

Die Narrensaison beginnt bereits im September mit vielen Telefonaten und Terminierungen. Acht Großveranstaltungen sind vorbereitet worden, darunter ein zweitägiges Gardetreffen in der Parkhalle. Die Aktiven trainieren ohnehin seit Sommer, diesmal absolvierte der kleine Hofstaat 52 und der große Hofstaat 48 Auftritte. Allein am Faschingsdienstag waren die Tänzer viermal unterwegs, vom Westpark über den Stadtfasching im Theaterfoyer bis zum Kehraus im Kolpingsaal.

2019 soll es wieder einen Faschingsumzug durch die Stadt geben. OB Bernhard Gmehling ist allerdings skeptisch. Er sei noch schockiert nach dem tödlichen Unfall von Waidhofen.

Nach dem Fasching ist offenbar vor dem Fasching: Die Männergarde, allesamt ausgestattet mit individuellen "Starlight"-Kostümen, steht vor einer Reihe weiterer Auftritte. 2019 plant man zum zehnjährigen Bestehen ein überregionales Gardetreffen in der Parkhalle. Vom 8. bis 10. Juni haben die Burgfunken außerdem Auftritte für das Neuburger Hofgartenfest zugesagt - und eine neue Vorstandschaft ist zu wählen. Das obligatorische Geldbeutelwaschen und gemeinsame Abfrischen gestern Abend im Vergnügungsbecken des Neuburger Hallenbades war also nur eine kurze Verschnaufpause vor neuen Taten und Entscheidungen der "Humor-Botschafter".

Von Winfried Rein
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