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Taufe beim Donautag am Sonntag: Angela Haltmayr aus Tauberfeld ist die Namensgeberin

Das Gerinne heißt Ottheinrichbach

Neuburg
erstellt am 01.07.2012 um 19:09 Uhr
aktualisiert am 31.01.2017 um 18:00 Uhr | x gelesen
Neuburg (r) Die erste Halbzeit des Donautags war eine zähflüssige Angelegenheit. Die Hitze lähmte die Aktionen, und am Neuburger Donaukai lief wenig. Am Sonntagnachmittag aber kamen einige Hundert Besucher zum „Goldwaschen“, Schauen und Informieren ins Jagdschloss Grünau.
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Neuburg: Das Gerinne heißt Ottheinrichbach
Der Ottheinrichbach erhielt am Sonntag seinen Namen. Direktor Karl Deindl (links) und die Familie Haltmayr zeigen das Schild an der „Quelle“ des Baches beim Auslasswehr an der Bergheimer Donau.
Neuburg
Der künstlich angelegte Durchleitungsbach erhielt den Namen „Ottheinrichbach“. Eine Jury hatte den Begriff aus 50 Vorschlägen ausgewählt. Er stammt von Angela Haltmayr aus Tauberfeld. Amtschef Karl Deindl revanchierte sich mit Geschenken und hatte das Namensschild gleich dabei. Es wird am Ausleitungswehr am Bergheimer Stausee angebracht.

Das Gerinne durfte im Juni 2010 erstmals aus dem Bergheimer Stau in den Auwald fließen. Tags darauf weihte der damalige bayerische Umweltminister Markus Söder das gesamte Renaturierungsprojekt ein. Mittlerweile entwickelt sich eine prächtige Artenvielfalt im und am Bach.

Wissenschaftler begleiten und dokumentieren die Entwicklung. Das von der Uni Eichstätt geführte Aueninstitut betreibt Forschung und tauscht sich mit internationalen Kollegen aus. Die Entwicklung der Artenvielfalt überrascht immer wieder, sagt Direktor Karl Deindl. Mit 2000 bis 3000 Litern Wasserführung pro Sekunde sei der Ottheinrichbach kein Rinnsal, sondern genauso groß wie die Altmühl in Eichstätt oder die Paar in Schrobenhausen. Deindl hätte sich auch „Wittelsbach“ oder „Grünauer Bach“ vorstellen können. Aber die Jury hielt sich strikt an die Bürgervorschläge.

Am Samstag lief der Donautag in Neuburg unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Bei 33 Grad im Schatten wollte niemand Zillen- oder Kutschefahren. Das Kanadierrennen der Prominenten lief im Kurzdurchgang mit drei Booten. Erst abends fanden sich Hunderte Zuhörer zum Open Air mit der Gruppe XXL am Bootshaus ein. Die Band spielte auf einer Floßbühne und wollte gerade in die Vollen gehen, als Windböen nahende Gewitter ankündigten. Die Veranstalter brachen das Event ab.

Die Donautage waren 2005 von der Internationalen Donaugesellschaft ins Leben gerufen worden. Richtige Ingolstädter und Neuburger wissen auch ohne „Danube Day“, was sie an der Donau haben.

Von Winfried Rein
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