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Hays, Loueke und Roney: Hohe Stardichte im Jazzclub

Birdland statt Elbphilharmonie

Neuburg
erstellt am 13.03.2018 um 14:30 Uhr
aktualisiert am 17.03.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Neuburg (DK) Stars des Jazz geben sich dieses Wochenende im Birdland die Klinke in die Hand. Das Duo mit Kevin Hays und Lionel Loueke wird am Freitag erwartet. Dieses Konzert wird der Bayerische Rundfunk mitschneiden. Für das Konzert des Trompeters Wallace Roney mit seinem aktuellen Quintett am Samstag sind nur noch Stehplätze zu haben.
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Viele Stars werden im Birdland erwartet.
Birdland Archiv (Birdland Archiv)
Neuburg

Freitag: Auf dem Papier könnten die Unterschiede zweier Musiker nicht größer sein: Im afrikanischen Heimatland Benin des Gitarristen Lionel Loueke herrscht eine der höchsten Analphabeten-Quoten der Welt, der Pianist Kevin Hays ist in einer der Finanzhauptstädte der USA aufgewachsen. "Mehr als 8000 Kilometer trennen die Herkunftsländer der beiden und trotzdem lösen sich beim ersten gemeinsamen Erklingen ihrer Instrumente alle Distanzen in Luft auf", so die Organisatoren. "Es ist frappierend, wie sensibel und selbstverständlich das Zusammenspiel der beiden Musiker gelingt, die nur Tage vor ihrem Neuburg-Gastspiel in der Hamburger Elbphilharmonie auftraten." Einflüsse beider Welten finden Platz in dem Sound des Duos, das Simples mit Hochkomplexem vereint, dabei aber immer in der gemeinsamen Jazztradition verwurzelt bleibt. Kennengelernt haben sich der Pianist und Gitarrist in New York. Loueke gilt als gefragter Sideman, der schon mit Herbie Hancock, Wayne Shorter und Robert Glasper spielte. Nicht minder beeindruckend liest sich die Liste der Künstler, mit denen Hays kollaborierte: Sonny Rollins, Joshua Redman, John Scofield, Benny Golson, Roy Haynes, Joe Henderson oder Klaus Doldinger, aber auch die Trio-Projekte mit seinem langjährigen Partner Bill Stewart.

 

Birdland Archiv (Birdland Archiv)
Neuburg

Samstag: Der Mann trägt an einem schweren Erbe. Seit Wallace Roney 1991 beim letzten Montreux-Auftritt von Miles Davis den schwer kranken Meister musikalisch stützte, wird von ihm nicht ohne Nennung des Übervaters gesprochen. Roney selbst liegt es fern, den massiven Einfluss von Miles auf seine Musik zu leugnen. Aber der aus Philadelphia stammende Fackelträger ist längst aus dem Schatten seines Vorbilds und Ziehvaters getreten, eigenständig geworden, ohne das Erbe von Miles Davis zu verraten. Er lässt sich von der Jazztradition führen, um daraus einen neuen Weg abzuleiten. Und das mit gehörigem Erfolg, denn inzwischen gilt Roney selbst als einer der größten Jazztrompeter weltweit. Der 57-Jährige begann das Studium seines Instruments bereits mit neun Jahren. Mit 19 kürte ihn das Down Beat Magazin zum "Best Young Musician of the Year". Im Laufe seiner Karriere gewann Wallace Roney drei Grammys. Seine spektakulären Studioalben vermitteln eine ungefähre Ahnung von den live zu erwartenden Glanzleistungen. Denn auf der Bühne bietet das hochkarätig besetzte Wallace Roney Quintet mit dem Tenorsaxofonisten Emilio Modeste, dem Pianisten Oscar Williams, dem Bassisten Curtis Lundy und dem Drummer Eric Allen noch viel mehr. "Es sorgt für atemberaubende, energiegeladene Höhepunkte mit Langzeiteffekt", so die Organisatoren.

 

Karten kann man sich telefonisch unter der Nummer (08431) 412 33, per Fax (08431) 463 87, übers Internet unter www.birdland.de oder ab 19.30 Uhr an der Abendkasse sichern.

DK
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