Montag, 23. Juli 2018
Lade Login-Box.

Aiwanger: Landrat ist "Freund"

Neuburg
erstellt am 12.01.2018 um 19:09 Uhr
aktualisiert am 15.01.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Neuburg (vb) Ende der dreitägigen Winterklausur der Landtagsfraktion der Freien Wähler in Neuburg - und das mit einigen Hindernissen: Erst mussten die Abgeordneten kurzfristig und spontan den Tagungsort wechseln - und ihre Abschlusskonferenz wegen mangelnden Internets und nicht vorhandenen Mobilfunknetzes weg vom idyllischen Bergen raus zu den Maschinenringen verlegen. Und dann wurde auch noch ihr Parteifreund Landrat Roland Weigert krank und konnte am Freitagmorgen nicht beim Ortstermin am geplanten Flutpolder Bertoldsheim mit BBV-Kreisobmann Ludwig Bayer und Rennertshofens FW-Gemeinderat und Sprecher der Bürgerinitiative gegen den Polder, Peter von der Grün, dabei sein.
Textgröße
Drucken

Dabei hatten sich die Landtagsabgeordneten möglicherweise schon so darauf gefreut, Weigert noch einmal persönlich davon überzeugen zu können, einer von ihnen zu werden.

Wie berichtet, haben die Freien Wähler Roland Weigert eine Kandidatur für den Landtag angeboten. Nach eigenem Bekunden überlegt der Amtschef noch und will erst einmal Gespräche an der Basis führen. Hubert Aiwanger, Bundes- und Landesvorsitzender der Freien Wähler und im Falle eines Einzugs ins Maximilianeum auch Weigerts Chef als Fraktionsvorsitzender, hofft jedenfalls, dass der 49-Jährige in die Fußstapfen des bisherigen Abgeordneten Horst Seehofer tritt. "Eine endgültige Entscheidung steht noch aus, aber die erwarte ich in der nächsten Zeit", sagte er im Rahmen der Abschluss-Pressekonferenz. "Die besten Leute aus den Reihen der Freien Wähler können in München mehr für die Region rausholen." Dass genau dort noch viel im Argen liege, das habe die Erfahrung in Bergen eindrucksvoll bewiesen.

Außerdem sei Roland Weigert "ein persönlicher Freund", sagte Aiwanger weiter. "Wir sind beide Jäger." Dass die Freien Wähler einen Nationalpark Donau-Auen komplett ablehnen und der Landrat nicht, das sei kein Problem. "Er hat sondiert, was für die Region rauszuholen ist. Er hat sich nicht an den Nationalpark gekettet. Der Nationalpark steht jedenfalls nicht zwischen mir und Roland Weigert."

Nun ist Weigert am Zug. Sollte er sich für eine Kandidatur entscheiden und auch in den Landtag einziehen, müsste im Landkreis neu gewählt werden. Ansonsten steht die nächste Wahl erst im Jahr 2020 an.

Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

Kommentare geben die Meinung des Verfassers wieder. Für die Inhalte übernimmt donaukurier.de keinerlei Verantwortung und Haftung. weitere Informationen
Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie eingeloggt sein!